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Keime: Bexbacher Stadtwerke raten vom Genuss des Trinkwassers ab

Es waren keine guten Nachrichten, die die Bexbacher Stadtwerke am Freitagmorgen vermelden mussten. „Bei routinemäßigen Untersuchungen wurde am Donnerstag im Trinkwassernetz eine Konzentration von Keimen festgestellt. Es handelt sich dabei um so genannte coliforme Bakterien“, so Mathias Frigo, einer den beiden Geschäftsführer, im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei diesen Bakterien handele es sich um Indikator-Keime, so der zuständige Stadtwerke Meister Jürgen Lapré. „Diese weisen auf eine Verunreinigung des Wassers hin.“

Diese Keime, so Frigo erläuternd, hätten in gewisser Weise eine Ampelfunktion, „wenn unsere Untersuchungen darauf ansprechen, dann wissen wir, dass eine entsprechende Belastung vorliegt und eine weitergehende Untersuchung durch ein Labor stattfinden müsse.“ Diese Untersuchungen würden derzeit laufen, mit einem abschließenden Ergebnis sei am kommenden Montag zu rechnen. Immerhin konnte Frigo am Freitag auf Basis der bisherigen Ergebnisse mit großer Wahrscheinlichkeit einen Darmkeim ausschließen. „Es handelt sich wohl stattdessen um einen so genannten Umweltkeim.“

Diese bedeute, dass die Belastung durch Einflüsse von außen, so durch Regenwasser, Oberflächenwasser oder einen Wurzeleinwuchs ins Trinkwasser, entstanden sei. „In diesen Fällen redet man von einem Umweltkeim. Und davon gehen wir derzeit aus.“ Auf Basis der gegenwärtigen Faktenlage haben man in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt und „rein vorsorglich“ entsprechende Maßnahmen nun initiiert. Frigo: „Wir chloren das Trinkwasser und spülen verstärkt unser Trinkwassernetz.“ Eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit sei in der Normal-Bevölkerung durch diese Keime nicht zu erwarten, so die Stadtwerke Bexbach in einem offiziellen Schreiben, dass am Freitag in den betroffenen Stadtgebieten Bexbach-Mitte, Niederbexbach, Kleinottweiler und Teilen von Oberbexbach an jeden Haushalt verteilt wurde. Lediglich bei stark abwehr-geschwächten Personen könne eine gesundheitliche Gefährdung nicht sicher ausgeschlossen werden.

Den betroffenen Bürgern gaben die Stadtwerke folgende praktische Hinweise. „Solange die Ergebnisse dieser Untersuchung noch nicht vorliegen, raten wir aus Vorsichts- Gründen, bis auf weiteres das Wasser als Trinkwasser nicht zu nutzen. Die Nutzung als Brauchwasser, so für das Händewaschen und Duschen, ist unbedenklich.“ Auch habe das Gesundheitsamt, orientiert am Stand der Dinge, kein Abkoch- Gebot ausgesprochen. Wann im Trinkwassernetz wieder Normalzustand herrscht, hänge, so Lapré, vom Ergebnis der Beprobung ab. Parallel dazu und auf Basis der Untersuchungen laufe neben dem Chloren des Trinkwassers, dieses Verfahren wird am Sonntag beginnen, die Suche nach der Belastungs-Quelle.
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