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Kein Fastnachts-Scherz: Ostermann will zur SPD wechseln

Unternehmer Hartmut Ostermann

Unternehmer Hartmut Ostermann

Saarbrücken. Saarbrücken. FDP-Landeschef Oliver Luksic hat gestern Abend (Mittwoch, 6. Februar 2013) von einem langjährigen Parteifreund und Großsponsor Post bekommen. Hartmut Ostermann, einflussreicher Chef der Unternehmensgruppen „Victor’s“ und „Pro Seniore“ (11.000 Mitarbeiter) und bis 2012 Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Saarbrücken erklärt Luksic, warum er nach 25-jähriger Parteizugehörigkeit den Liberalen den Rücken kehrt.

Die FDP versuche „systematisch“, an dem sozialen Gefüge in Deutschland zu rütteln und sei nicht in der Lage, „sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen“. Den Widerstand gegen einen flächendeckenden Mindestlohn bezeichnet Unternehmer Ostermann als einen Punkt, mit dem „dem sozialen Frieden in Deutschland mittel- bis langfristig die Grundlage“ entzogen werde. Seinen Austritt begründet der 61-Jährige auch mit einem bevorstehenden schwarz-gelben Lagerwahlkampf für die Bundestagswahl. Zur FDP Saar schreibt er nichts.

Ostermann bestätigte gestern Abend gegenüber unserer Zeitung, dass er einen Aufnahmeantrag bei der SPD stellen will. In deren Ortsverein Alt-Saarbrücken will er eine neue politische Heimat finden. Dort sind bereits seine Weggefährten, die Ex-Liberalen Sebastian Pini und Rüdiger Linsler eingetreten.

Vor 25 Jahren war Ostermann schon einmal Genosse, führte in Worms den SPD-Ortsverein. Nach seinem Umzug nach München schloss er sich den Liberalen an. Ostermann hat sich in der Vergangenheit immer wieder selbst als „sozialliberal“ eingestuft und beispielsweise für den Mindestlohn stark gemacht. Der FDP Saar half er wiederholt aus der Finanznot, machte bis zum Landtagswahlkampf 2009 mehr als 360.000 Euro aus seinen Firmenkassen locker. Auch CDU, SPD und Grüne erhielten großzügige Parteispenden. Ostermann galt 2009 auf FDP-Seite als einer der Architekten der geplatzten Jamaika-Koalition. Linke und SPD hatten damals seiner Rolle in dem schwarz-gelb-grünen Bündnis eigens einen Untersuchungsausschuss im Landtag gewidmet. mju





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