L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Kein Gaspreis-Schock in diesem Herbst

Düsseldorf/Saarbrücken. Wenn die Nachfrage steigt, geht meist auch der Preis nach oben. Doch in diesem Jahr bleibt zum Beginn der Heizperiode im Herbst die große Erhöhungswelle beim Gaspreis aus – ganz anders als im vergangenen Jahr. Toptarif, ein Vergleichsportal im Internet, zählte 63 Anbieter, die von August bis November ihre Tarife anheben. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum knapp 400 Versorger.

Aus dem Saarland heben zwei Versorger ihre Preise an: Beim Gaswerk Illingen steigen mit der Preiserhöhung zum 1. August laut Toptarif die Kosten für 20 000 Kilowattstunden Jahresverbrauch um 5,2 Prozent auf 1460 Euro, die Stadtwerken Bliestal erhöhen ihre Preise im Oktober um 8,2 Prozent auf 1729 Euro. Es gibt aber Toptarif zufolge bundesweit auch elf Versorger, die ihre Preise senken, darunter Energie Saar- Lor-Lux. Bei dem Saarbrücker Unternehmen zahlen Gaskunden ab Oktober für 20 000 Kilowattstunden 1296 Euro, 14,2 Prozent weniger als zuvor.

Die Zurückhaltung der Versorger zeigt, wie vorsichtig die Unternehmen zurzeit am Markt agieren, wenn es um Preise geht. Sie wollen ihre Kunden nicht an Konkurrenten verlieren. Ein Blick auf die addierten Zahlen von Januar bis heute verrät aber: Gaspreiserhöhungen hat es im Verlauf dieses Jahres durchaus gegeben. Das Vergleichsportal Check24 nennt gut 170 Versorger, die aufgeschlagen haben, darunter die Energie-Riesen Eon und RWE.

Der Wettbewerb gewinnt an Schärfe. Über 800 Anbieter tummeln sich auf dem Gasmarkt. Die rund 12,5 Millionen Gas-Haushaltskunden in Deutschland können nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Durchschnitt zwischen 37 Anbietern wählen. Zwischen dem günstigsten und teuersten Gasversorger gibt es erhebliche Preisdifferenzen.

Im Schnitt können durch einen Wechsel zum günstigsten Anbieter nach Angaben des Bunds der Energieverbraucher 700 Euro im Jahr gespart werden. Der Anbieterwechsel gilt als stärkste Waffe der Kunden gegen Preiserhöhungen. Tatsächlich nutzen immer mehr Menschen diese Möglichkeit: Laut BDEW ist die Wechslerquote 2011 auf 14 Prozent angestiegen. Das sind mehr 1,7 Millionen Haushalte.

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