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Kein Spiel für Weicheier: Fußball-Regionalliga: SV Elversberg empfängt in Saarbrücken den FC Homburg

Wenn es im Fußball-Saarland ein Derby gibt, in dem jedes Mal so richtig die Post abgeht, ist es das Derby in der Regionalliga Südwest zwischen der SV Elversberg und dem FC Homburg. In den vergangenen vier Ligaspielen der beiden Clubs gegeneinander gab es eine Rote und 25 Gelbe Karten. Alle Spiele standen auf des Messers Schneide, und letztlich gewann nur der Glücklichere – zweimal die SVE, einmal der FCH und ein Unentschieden.
 

Knapper Sieg gegen Saar

Genauso knapp war es in den beiden vergangenen Finals im Saarlandpokal. Auch hier standen sich beide Teams gegenüber. Einmal gewannen die Elversberger und einmal die Homburger – Fanausschreitungen und Spielunterbrechungen inklusive. An diesem Samstag, 14 Uhr, ist es wieder soweit. Die SV Elversberg empfängt im Saarbrücker Ludwigspark-Stadion (in Elversberg wird umgebaut) den FC Homburg. Und erneut scheint es ein richtungweisendes Spiel zu werden. Nach drei Siegen in Folge ist der FC Homburg in der Tabelle nur noch sechs Punkte hinter der SVE und den beiden Relegationsplätzen. „Die Homburger haben einen Lauf und haben sich in die Liga reingebissen. Sie sind vor allem im Spiel nach vorne sehr schnell. Für mich gibt es in dem Spiel keinen Favoriten“, sagt Michael Wiesinger , der Trainer der SV Elversberg , der mit seiner Einschätzung zum Spiel wohl richtig liegt.

Denn die SVE ist angeschlagen – und das nicht nur personell. Mit Matthias Cuntz (Hüftoperation), Kevin Maek (Sehnenriss im Beckenbereich), Marc Groß (Muskelfaserriss) und David Schloffer (Operation nach Kieferbruch) fallen vier Stammspieler aus. Auch spielerisch taumelt die SVE. In der Liga gab es aus den vergangenen drei Spielen zwei Niederlagen, und im Saarlandpokal hat sich die SVE am vergangenen Mittwoch gegen den SV Saar 05 mit einem 1:0-Sieg gerade so durchgewurstelt. „Die Zeit des Redens ist vorbei und auch die Zeit, in der Spieler geschützt werden. Jetzt zählt es, dazwischen zu gehen und Fußball zu arbeiten“, sagt Wiesinger.

Ein Arbeiter mit Vorbildcharakter ist Neuzugang und Defensivspieler Aaron Berzel. Der 23-Jährige war Stammspieler beim SV Darmstadt 98 , als dieser mit einer brutalen mannschaftlichen Geschlossenheit aus der 3. Fußball-Liga in die 2. Bundesliga aufstieg. Bei der SVE hat man in den vergangenen Wochen den Eindruck, als würde, wie so oft in der Vergangenheit, dieser euphorisierende, gemeinschaftliche Kampfgeist fehlen. „Man kann Darmstadt und Elversberg nicht vergleichen. In Darmstadt hatten wir einen unglaublichen Teamgeist und konnten uns das alles selber nicht erklären. In Elversberg haben wir auch eine funktionierende Mannschaft. Vielleicht müssen wir noch mehr arbeiten“, sagt Aaron Berzel. Dass die SVE einen Nachteil haben könnte, da die Heimspiele bis Jahresende in Saarbrücken stattfinden, glauben Wiesinger und Berzel nicht. Sollte die SV Elversberg gegen den FC Homburg am Samstag allerdings das dritte Spiel in drei Wochen verlieren, könnte der Titelanwärter erstmals in dieser Saison zu Boden gehen.In der Fußball-Regionalliga beginnen für den FC Homburg die saarländischen Festspiele. Zum Auftakt tritt der FCH am Samstag um 14 Uhr bei der SV Elversberg im Saarbrücker Ludwigspark an. Eine Woche später empfangen die Grün-Weißen den 1. FC Saarbrücken . Und zum Abschluss gastiert in der Folgewoche der SV Saar 05 im Homburger Waldstadion.

Von der Papierform her wartet mit Elversberg direkt zu Beginn der schwerste Brocken auf die Homburger. „Die SVE ist mit Sicherheit der Top-Favorit in der Liga. Die haben eine Qualität in der Mannschaft, die über die Regionalliga hinausgeht“, hat FCH-Trainer Jens Kiefer großen Respekt vor dem Tabellendritten. Die hochgehandelten Kicker von der Kaiserlinde mussten in den letzten drei Partien allerdings zwei überraschende Niederlagen hinnehmen (1:2 bei Wormatia Worms, 0:2 beim SV Spielberg). Steigert das die Chancen für den FCH? „ Elversberg hat immer noch 29 Punkte. Das ist ein Topwert“, sagt Kiefer. Er fügt aber auch hinzu: „Es sind einige Mannschaften vorne, die viele Punkte auf dem Konto haben. Vielleicht setzt das Elversberg etwas unter Druck.“

Nach zuletzt drei Siegen in Folge ist auch der Tabellensechste aus der Saarpfalz wieder in Sichtweite zu den obersten Rängen. 23 Zähler hat sich der FCH bislang erspielt. Mit einem Sieg am Samstag könnten die Grün-Weißen bis auf drei Punkte an die SVE heranrücken. Homburgs Abwehrspieler Sebastian Wolf verspricht, dass die Mannschaft alles dafür tun wird: „Vor so einem Spiel braucht der Trainer nicht zu motivieren. Da weiß jeder Spieler, um was es geht. Wir wollen den vierten Sieg in Folge.“ Wolf war 2013 mit der SVE und deren damaligem Trainer Kiefer in die 3. Liga aufgestiegen, bevor er 2014 Kiefer zum FCH folgte. Für Trainer Kiefer geht es gegen die SVE auch darum, „ein Zeichen für die Fans zu setzen. Wir wollen alles, was wir können, auf dem Platz zeigen. Dann haben wir gute Chancen.“
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