A6 Kaiserslautern Richtung Metz/Saarbrücken Zwischen AS Sankt Ingbert-West und Parkplatz Bischmisheim Verkehrsbehinderung durch defektes Fahrzeug, Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn (16:20)

A6

Priorität: Sehr dringend

4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

"Keine Abstriche bei Investitionen“

 Saarbrücken. Die Dillinger Hütte könnte trotz der Auswirkungen der Wirtschaftskrise im laufenden Jahr schwarze Zahlen schreiben, Saarstahl jedoch rote. Beide Unternehmen wollen ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen und setzen auf erneutes Wachstum in der Wirtschaft spätestens 2010. Dies betonten der Vorstandsvorsitzende der Dillinger Hütte, Paul Belche, und Saarstahl-Vorstandschef Klaus Harste im Redaktionsgespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Derzeit liege die Zahl der Aufträge immer noch deutlich unterhalb der Auslastungsgrenze, betonten beide Vorstandschefs übereinstimmend. Beide Unternehmen würden sich derzeit nicht nur um die Wirtschaftskrise kümmern, sondern gleichzeitig die Zeit danach vorbereiten.

So erläuterte Harste, man habe die guten Zeiten dafür genutzt, sich ein Finanzpolster zuzulegen statt Zukäufe zu tätigen, wie dies viele Konkurrenten getan hätten. Einzige Ausnahme sei gewesen, als der luxemburgische Stahlriese Arcelor-Mittal im vergangenen Jahr seine Beteiligung an der DHS – Dillinger Hütte Saarstahl AG, der mehr als 95 Prozent der Dillinger Hütte (DH) gehören, von 51,25 Prozent auf 30,8 Prozent zurückgefahren hat. Die Aktien übernahmen die SHS – Struktur-Holding-Stahl und die Dillinger Hütte selbst. Dies sei strategisch wichtig gewesen, um sicherzustellen, dass auch künftig alle wichtigen Entscheidungen für die Saar-Stahlindustrie im Saarland fallen.

Belche und Harste versicherten, alle wichtigen Millionen-Investitionen für die beiden Standorte würden getätigt. Bei den gemeinsamen Töchtern ZKS und Rogesa etwa die Erneuerung der ZKS-Kokerei und die Neuzustellung des Hochofens 5. Bei der Dillinger Hütte die Modernisierungen im Stahlwerk und im Walzwerk. In Völklingen liegt der Schwerpunkt beim Bau der neuen Schmiede. Rund 500 Millionen Euro nimmt Saarstahl insgesamt für das derzeit größte Investitions-Projekt des Landes in die Hand. Die neue Schmiede (Forge Saar) soll nach den Worten von Harste am 15. Mai 2010 die Produktion aufnehmen. Mit ihr werde man weltweit zum technologischen Marktführer. Weitere Investitionen flössen in ein neues Stabstahlzentrum im Walzwerk sowie eine neue Stranggießanlage im Stahlwerk.

Saarstahl sei zu 60 Prozent abhängig von der Autoindustrie, die höchste Qualitäts-Anforderungen stelle. Die Auswirkungen der Abwrackprämie, gepaart mit der weltweit führenden Stellung als Hersteller von Langprodukten und technischen Neuheiten, wirkten sich positiv auf die Auftragslage aus. Dillingen sei als Marktführer für Grobbleche weltweit bekannt, so Belche. Deshalb machten sogar Anlagenbauer Werbung für Dillingen. Solche Netzwerke seien hilfreich bei der Suche nach Aufträgen in Krisenzeiten. Thomas Sponticcia 
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein