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Keine Opern mehr im Merziger Zeltpalast

Im Merziger Zelpalast get im August die letzte Oper über die Bühne - danach gibt's nur noch Musicals.

Im Merziger Zelpalast get im August die letzte Oper über die Bühne - danach gibt's nur noch Musicals.

Und Arnold kommt zur Erkenntnis: „Ich bin Unternehmer und will mich nicht abhängig machen von Subventionen. Wir müssen uns am Markt orientieren und Dinge anbieten, die sich rechnen, damit Herr des Verfahrens bleiben.“ Deshalb verkündete Arnold bereits vor Monaten ein neues, lukrativeres Geschäftsmodell: Musical- Produktionen. Die brauchen nur eine Band statt eines Orchesters, lassen sich als Tournee-Projekte kostengünstiger planen und haben das Zeug, statt der 10 000 Opern-Fans bis zu 20 000 Besucher zu mobilisieren. Bis dato war jedoch nie die Rede davon, dass für diese Neu-Ausrichtung die Oper sterben muss. Vermutlich gab die nicht mehr gewährte Landes- Unterstützung den Ausschlag.

Aus Totogeldern und Mitteln aus dem Kultur-Haushalt erhält Arnold nach eigener Aussage seit Jahren 56 000 Euro für sein Gesamt- Kultur-Angebot, unter anderem, um die anspruchsvollen Kammermusiktage Mettlach und das Klassik Open Air zu organisieren. Hinzu traten in den beiden vergangenen Jahren zusätzliche 25 000 Euro, speziell für die „chronisch unterfinanzierte Oper“ (Arnold). Mit dieser Sonder- Stützung ist jetzt Schluss.

Warum? „Die Toto-und Lotto- Einnahmen sinken, die Mittel werden knapp“ – so begründet Kulturminister Karl Rauber den Rückzug. Der Kulturminister widerspricht Arnold: Man habe die Kürzung lange angekündigt. Rauber sagt: „Ich bedauere sehr, dass es keine Oper im Zelt mehr geben wird, respektiere aber die künstlerische Entscheidung.“

Derweil lässt Arnold keine Wehmut aufkommen. Er nutzt die Zäsur, „Musik & Theater Saar“ neu zu erfinden. Arnold verspricht ab 2012 ein gänzlich neues, relaxtes Zelt-Erlebnis samt anders gestaltetem Umfeld mit Barbecue-Gastronomie. Den Start in die neue Ära will er mit einer Groß-Werbe-Kampagne im September einläuten. Sein Zugpferd heißt „Hairspray“, die Regie übernimmt Publikums-„Fänger“ Andreas Gergen. Für Joachim Arnold steht fest: „Wir würden auch dann keine Oper mehr anbieten, wenn jetzt jemand die Finanzlücke füllen würde. Die Zeit ist vorbei.“ ce

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