L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Keine Spur im Fall St. Wendeler Brandserie

St.Wendel/ Saarbrücken. Mehrere Tausend Euro Schaden haben Brandstifter in gleich mehreren Gemeinden des Landkreises St. Wendel angerichtet. Wochenlang versetzten sie die Menschen hier in Angst und Schrecken. Um den Tätern auf die Schliche zu kommen, setzte die Polizei sogar eigens eine Ermittlungskommission ein, wie Klaus Himbert mitteilt. Doch bislang ohne Erfolg, berichtet der Sprecher der Landespolizeidirektion (LPD). „Wir haben umfangreich ermittelt. Und just in dem Moment, als wir damit begonnen haben, brach die Brandserie ab.“ So habe seine Behörde „niemanden ermittelt“, der mit den Straftaten in Verbindung gebracht werden kann. Mittlerweile sei die spezielle Ermittlergruppe aufgelöst, die Akten zu den ungeklärten Fällen an die Saarbrücker Staatsanwaltschaft gegangen, ergänzt Himbert. Dort zeigt sich deren Sprecher Thomas Reinhardt ebenfalls ratlos. „Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.“ Dass aber demnächst bei der Fahndung noch etwas rum kommt, davon geht auch er nicht aus. Nach Rücksprache mit seiner Kollegin, die mit dieser Sache betraut ist, kündigt Reinhardt an: „Das Verfahren wird aller Voraussicht nach bald eingestellt. Mangels Täterermittlung.“

So sei es den Ermittlern nicht geglückt, „objektive Spuren wie beispielsweise DNA“ sicher zu stellen. Diese individuellen Erbanlagen finden sich unter anderem in Fingerabdrücken, die an Tatorten sicher gestellt werden. Nur: „Die werden relativ häufig beim Brand vernichtet“, erklärt der Staatsanwaltssprecher. So hätten weder seine Behörde noch Kriminalbeamte konkrete Hinweise auf die Brandstifter erhalten „trotz recht umfangreicher Ermittlungen“, versichert Reinhardt. Zeugenhinweise waren demzufolge ebenso Mangelware. „Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft.“ Verdachtsmomente sollen nichts ergeben haben. Zum Beispiel auch nicht in Richtung Feuerwehr, bestätigt der Staatsanwalt. Zwar seien Ermittler entsprechenden Hinweisen nachgegangen. Aber einen Täter machten sie in deren Reihen ebenso wenig dingfest. Hintergrund: Gleich mehrmals zündelten Unbekannte an einem Wohnhaus in der Grügelborner Lindenbornstraße.

Sie steckten einen Holzunterstand an, ließen Holz unterhalb eines Wintergartens abfackeln. Den größten Schaden richteten sie im selben Haus an, als sie in der Garage Feuer legten. Besonders gefährlich: Sie befindet sich in Untergeschoss des Einfamilienhauses. So drohten Flammen, auf die Wohnung überzugreifen. Und das auch noch gegen 23 Uhr, zu nachtschlafender Zeit. Zum Unglückszeitpunkt waren die Bewohner zu Hause. Darunter der Familienvater – ein örtlicher Feuerwehrmann. Seine Kollegen löschten, bevor sich das Feuer ausbreitete. Dennoch entstand an die 10 000 Euro Schaden. In den Wochen zuvor waren in Oberthal Strohballen in Rauch aufgegangen und hatten Papiercontainer in Flammen gestanden. In Namborn brannte es auf einer Wiese. Zurück im Freisener Ortsteil Grügelborn: Dort loderten mehrmals Paletten auf dem Hof der Baustofffirma Alois Meier. Einmal griffen die Flammen sogar aufs Dach einer Lagerhalle über. All dies ereignete sich zwischen Juni und November vergangenen Jahres. Und bleibt ungeklärt. Bis auf weiteres.
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