L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Keltenpark Otzenhausen soll Touristen anlocken

Der Hunnenring ist schon heute ein Besuchermagnet in Nonnweiler. Mit dem Keltenpark soll dieser noch attraktiver werden.

Der Hunnenring ist schon heute ein Besuchermagnet in Nonnweiler. Mit dem Keltenpark soll dieser noch attraktiver werden.

Otzenhausen. Mit einem Kahlschlag und den nun abgeschlossenen Rodungsarbeiten hat sich das Landschaftsbild am Ortsende von Otzenhausen in Richtung Züsch einschneidend verändert. Auf einer 2,5 Hektar großen Fläche entsteht in den kommenden vier Jahren ein neuer Keltenpark. „Es hat viele Jahre des Redens, Überprüfens und Planens gebraucht, bis wir Fakten geschaffen haben“, blickt Nonnweilers Bürgermeister Hans- Uwe Schneider zurück. Den Standort des Keltenparks, direkt am Saar-Hunsrück-Steig, dem Saarland-Rundwanderweg und dem Saarland-Radweg, bezeichnet er als optimal. Der Ringwall und der benachbarte Stausee, prophezeit Schneider, locke pro Jahr geschätzte 120 000 Besucher jährlich an. „Mit dem Keltenpark bringen wir noch mehr Bewegung in unsere touristische Gemeinde“, meint Schneider.

Freiluftarena mit Tribünen

Das Besucheraufkommen könne mit den Gästen des im Bau befindlichen Ferienparks am nahen Bostalsee zusätzlich noch gesteigert werden. Das Projekt Keltenpark gliedert sich während seiner Bauphase in drei Teilbereiche. Bis zum März im kommenden Jahr soll die Erschließung der Infrastruktur abgeschlossen sein. Der erste Bauabschnitt sieht eine 50 Meter lange Erschließungsstraße mit Park-und Wendemöglichkeit vor, die komplette Einfriedung des Areals, mit Toranlagen und Umzäunung inklusive Lärm-und Sichtschutz, sowie die Herstellung der Ver- und Entsorgungsanlagen.

Auf einer elipsenförmigen Fläche (40 mal 18 Meter) entsteht eine Freiluftarena mit Tribünen. Im Juli 2013 soll das internationale Keltenfest Celtoi dort erstmals stattfinden. Im zweiten Schritt wird die Rekonstruktion eines keltischen Gehöftes ab 2012 bis 2015 realisiert. Das Keltengehöft soll den Eindruck einer autarken funktionalen Siedlungseinheit, in dem das Leben der Kelten, ihr Handwerk und ihre Lebensumstände, anschaulich dar- und nachgestellt werden. Der Bau der sieben Gebäude auf der 3000 Quadratmeter großen Gehöftfläche orientiert mit seiner Bauweise und Architektur an historischen Befunden. In zwei Jahren wird dann mit dem Bau des Besucherzentrums begonnen. „Wir wollen kein Vitrinenmuseum einrichten“, stellt Michael Borré von der Nonnweiler Gemeindeverwaltung klar. Eigens für die Planung des Besucherzentrum werde im kommenden Jahr ein Architektenwettbewerb auf nationaler und internationaler Ebene ausgeschrieben.

Vorführungen, Kurse und Workshops

„Wir wollen uns die beste Idee einholen“, unterstreicht Borré die Bedeutung des dritten Teilbereichs. Im Besucherzentrum wird das Keltenmuseum und ein Informationscenter untergebracht. Die Seminarräume können für Vorträge genutzt werden, die Werkstätten stehen für Vorführungen, Kurse und Workshops zur Verfügung. Hier werden die Sanitärräume für die Gäste, ein Kiosk und ein Souvenirshop eingerichtet. Die Wissenschaftler, die seit Jahren am Hunnenring forschen, werden wie das Betriebspersonal in Büroräume einziehen. „Über das Besucherzentrum gibt es zwar geteilte Meinungen. Im Hinblick auf die touristische Entwicklung des Hunnenrings ist es unabdingbar“, betont Schneider. Und von den finanziellen Mitteln sei es für die Gemeinde zu stemmen.

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