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Kenianer Ereng gewinnt zum dritten Mal in Folge Saarbrücker Silvesterlauf: 1400 Teilnehmer am Start

Silvesterlauf 2015.

Silvesterlauf 2015.

Strahlende Sonne statt Schnee – und ganz viel blauer Himmel. Eigentlich gilt der „Bank 1 Saar Silvesterlauf“ in Saarbrücken in der saarländischen Laufszene als Jahresabschluss. Doch fast frühlingshafte Temperaturen und eine gut präparierte Strecke ließen die Frage aufkommen: Ist doch nicht vielleicht schon Saisonstart? Am Sonntag lockte das Kultrennen rund 1400 Teilnehmer in den Saarbrücker Stadtwald. Auf mehreren Distanzen konnten sie sich bei dem Großereignis zum Jahresausklang sportlich messen.

„Es war nicht der wärmste Silvesterlauf. In den 80er Jahren gab es ähnliche Bedingungen“, erinnerte sich Chef-Organisator Manfred Kölzer, „trotzdem hatten wir beste Laufbedingungen. Die Strecke ist sehr hügelig, abwechslungsreich und deshalb durchaus anspruchsvoll.“ Und sie wurde wieder von den Kenianern in den Hauptläufen dominiert.

Chef-Organisator Kölzer hatte mit seinen 150 Helfern von der Leichtathletik-Startgemeinschaft (LSG) Saarbrücken-Sulzbachtal für einen reibungslosen Ablauf der 41. Auflage der Kultveranstaltung gesorgt. Während es für die Profis in erster Linie darum ging, den Abstand zur Spitze möglichst gering zu halten, hatten viele Freizeitläufer nur das olympische Motto „Dabeisein ist alles“ vor Augen. Beim Silvesterlauf herrscht eine Volksfest-Atmosphäre – und die ist in jedem Jahr für viele Läufer immer wieder einmalig. „Es motiviert einen, wenn so viele mitmachen“, war dann auch des Öfteren zu hören.

Angefeuert wurden die Teilnehmer dabei von den Zuschauern an der Hermann-Neuberger-Sportschule und von Moderator Jochen Heringhaus, der für die Motivation auf den letzten Metern sorgte. Angeboten wurden der Ein-Kilometer-Kinderlauf auf einer Wendepunktstrecke, der 2,2-Kilometer-Schülerlauf sowie der 4,4-Kilometer-Schnupperlauf und der Zehn-Kilometer-Hauptlauf. Vor allem der Schüler- und der Schnupperlauf verzeichneten in diesem Jahr starken Teilnehmer-Zuwachs.

Das Starterfeld am Sonntagnachmittag war mit vielen hochkarätigen Athleten besetzt. Darunter neben Läufern aus Kenia auch Volks- und Hobbyläufer aus dem gesamten Saarland, Rheinland-Pfalz sowie aus Frankreich und Luxemburg. Erstmals wurden 2015 keine Startgelder gezahlt. „Die Zahl der Sportler aus Afrika ist im Vergleich zum vergangenen Jahr zurückgegangen. Trotzdem haben sechs gemeldet“, erklärte Kölzer die neue Ausrichtung der Laufveranstaltung. Denn die Athleten aus dem Ausland sind meistens Berufssportler, die sich für ein bis zwei Monate in Europa aufhalten, um hier an mehreren Volksläufen teilzunehmen. Danach reisen sie in ihr Heimatland zurück und trainieren dort für die nächste Saison.

Und so witterten einheimische Talente ihre Chance. Eine Siegchance hatten sie dennoch nicht. Bereits zum dritten Mal holte Patrick Ereng aus Kenia im Zehn-Kilometer-Hauptlauf den Gesamtsieg, den er in 30:36 Minuten dominierte. Platz zwei in 30:50 Minuten sicherte sich Dickson Kurui – ebenfalls aus Kenia,. Steffen Justus von den Triathlon-Freunden Saarlouis lief als bester Saarländer in 31:14 Minuten auf Rang drei. Beachtlich: Heinrich Lauerbach mit Jahrgang 1936 schaffte es in 91:35 Minuten ins Ziel.

Einen neuen Streckenrekord stellte Derartu Debele auf. Die Läuferin aus Kenia gewann die Frauen-Konkurrenz in 34:51 Minuten. Beste Saarländerin in 36:32 Minuten wurde auf Rang drei Rebecca Robisch von den Triathlon-Freunden Saarlouis. Das Kinderrennen über einen Kilometer gewann der neunjährige Finn Rehbock vom LAZ Saarbrücken in 3:21 Minuten. Beim 2,2-Kilometer-Schülerlauf siegten der 14 Jahre alte Tom Niesporek vom LAZ Saarbrücken in 7:28 Minuten und die 13-jährige Sarah Laschinger vom TV Auersmacher in 8:08 Minuten. Marc Trautmann von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal holte sich in 14:23 Minuten den Sieg im mit 171 Startern besetzten 4,4-Kilometer-Schnupperlauf. Sophie Theobald vom LAZ Saarbrücken gewann dieses Rennen bei den Damen in 17:03 Minuten.

68 Läufer – und somit die meisten Teilnehmer – brachte die Laufschule Saarpfalz an den Start. Und wer schneller ins Ziel rannte, hatte größere Chancen, satt zu werden. „Das Kuchenbüffet war reich gedeckt, leider waren die 700 Würstchen zu schnell weg. Da konnten wir nicht nachordern“, schmunzelte Kölzer, der bereits für 2016 brennt: „Dann werden wir die Sache mit den Würstchen in den Griff bekommen.“

saarbruecker-silvesterlauf.de

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