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Kevin S wegen Bombendrohung vor Gericht

Saarbrücken/Neunkirchen. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat gegen den 19 Jahre alten Kevin S. aus Neunkirchen Anklage wegen Androhung von Sprengstoffanschlägen erhoben. Der gebürtige Kameruner soll sich vor dem Jugendschöffengericht beim Amtsgericht Saarbrücken verantworten. Er sitzt seit dem 5. November 2010 in der Jugendvollzugsanstalt Ottweiler in Untersuchungshaft und ist nach Angaben von Pressestaatsanwalt Bernd Meiners weitgehend geständig. Entgegen den Erkenntnissen der Ermittler argumentiere er aber, seine Drohungen seien nicht ernst gewesen.

Der Fall um Kevin S. hatte Anfang November für Aufsehen gesorgt. Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten ihn in der Neunkircher Innenstadt auf offener Straße überwältigt. Seit Sommer 2010 stand der Kameruner, der zum Islam konvertiert ist, unter Beobachtung von Verfassungsschutz und Polizei, die offenbar auch eine Vertrauensperson (VP) eingesetzt hatte.

Auf der Internetplattform „Youtube“ hatte Kevin S. wiederholt zum bewaffneten Dschihad („Heiliger Krieg“) aufgerufen. In der Anklage wird ihm konkret vorgeworfen, im Oktober 2010 drei Videos veröffentlicht zu haben, in denen die Freilassung des in der Saarbrücker Justizvollzugsanstalt einsitzenden islamistischen Terroristen Daniel Schneider gefordert wurde. Konkret soll er mit Bombenanschlägen in Deutschland gedroht haben, falls Schneider nicht nach Afghanistan ausgeflogen werde. Beim Verfassungsschutz hieß es, Schneider sei das „große Vorbild“ des 19-jährigen Kameruners gewesen. Persönliche Kontakte habe es aber nie gegeben.

Pläne zur Herstellung von Sprengstoff und zum Bau von Bomben habe Kevin S. sich im Internet beschafft, so die Staatsanwaltschaft. Die Gefahr, dass er seine Pläne in die Tat umsetze, habe aber nie bestanden. Ihm wird weiter vorgeworfen, Mitschüler, die ihn auf Videos erkannt hatten, mit dem Tod gedroht zu haben. mju

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