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Kevin Trapp: Vom FC Brotdorf in die Bundesliga

Brotdorf. Es gab Zeiten, da hat er das alles nur von außen gesehen. Irgendwo auf den Zuschauerrängen stand er damals mit seiner Jugendmannschaft im Fritz-Walter-Stadion. Der 1. FC Kaiserslautern spielte ging gegen Borussia Mönchengladbach. Und während seine Kameraden um ihn herum die Stimmung in sich aufsogen, das Spiel verfolgten, wie es Fans eben tun, arbeitete es in diesem einen Jugendlichen. Er wollte nicht nur zuschauen, nicht nur Fan sein. Der 14-jährige Kevin Trapp wollte dort unten im Tor stehen, einer von denen, denen die dort oben zujubelten.



Nummer zwei im Tor des FCK

„Das hat mich alles so begeistert, das Stadion, die Fans, das ganze Drumherum. Und dann hab ich zu Hause mit meinen Eltern zusammengesessen und gesagt: Das will ich auch“, erzählt Kevin Trapp. Heute, mit 20 Jahren, ist er hinter Tobias Sippel die Nummer zwei im Tor des Fußball-Bundesligisten.

Arno Heintz, der zweite Vorsitzende des FC Brotdorf, Trapps früherem Verein, erinnert sich: „Irgendwann hieß es, dass er Profi werden will. Und das ist er dann ja auch geworden.“ Der Weg dorthin war ungewöhnlich. Brotdorf ist weit weg von Kaiserslautern. 110 Kilometer. Aber wenn der Betzenberg nicht zum Trapp kommt, dann muss der Trapp zum Betzenberg. Per Initiativbewerbung: „Ich habe eine E-Mail-Adresse gefunden, und da hab ich dann hingeschrieben.“ Als er wenig später mit der Saar-Auswahl bei einem Turnier vor den Augen eines FCK-Trainers spielte, „führte eins zum anderen, und dann war ich hier“, erinnert sich Trapp.


Stammspieler in den Jugendmannschaften

Vielleicht war dieses Initiative-Zeigen ein Sinnbild für den Weg, der folgen sollte. Schnell wurde Trapp Stammspieler in den Jugendmannschaften. Dann rief der Deutsche Fußball-Bund, wo er mittlerweile in der U21 das Tor hütet. Wo er im Übrigen gar nicht hin wollte. Die Jugendleiter des FC Brotdorf, Jürgen Bur und Armin Stadler, mussten ihn erst überreden, im Tor zu spielen.

Es fällt fast ein wenig aus dem Rahmen, dass Trapps erster Bundesliga-Einsatz am vergangenen Samstag beim 2:1 gegen den SC Freiburg nur indirekt auf seine Initiative zurückging. Stammtorhüter Sippel musste wegen einer Grippe passen. Zu kalt schien Trapp das Wasser, in das er da geworfen wurde, aber nicht zu sein. Wenn er zu tun hatte, war er zur Stelle, hielt den FCK sogar zwei Mal im Spiel. Danach fand er selbst, dass sich all das „noch setzen muss“.

Wie es weitergehen wird, wird sich zeigen. Noch sind die Rollen klar verteilt, weiß Trapp: „Es ist so, dass Tobias die Nummer eins ist. Aber es kann nie früh genug sein, Spielerfahrung zu sammeln.“ Sippel hat gerade bis 2013 verlängert. Aber mit 20 ist für Trapp ja noch viel Zeit.

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