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Kfz-Versicherung: Viele Saarländer zahlen 2017 weniger

Gute Nachrichten für zahlreiche Autofahrer im Saarland: Nach der aktuellen Regionalstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gelten für rund 35 Prozent der Fahrzeughalter zukünftig niedrigere Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Von den besseren Einstufungen profitieren Autofahrer in Völklingen, Saarlouis und Merzig/Wadern. Für Saarbrücken, Sankt Wendel, Neunkirchen und den Saar-Pfalz-Kreis bleiben die Regionalklassen unverändert.

Auch in der Vollkaskoversicherung ergibt sich für das Saarland ein erfreuliches Bild: Versicherte in Merzig/Wadern und im Saar-Pfalz-Kreis rutschen in günstigere Regionalklassen. Für alle Kfz-Versicherten im Saarland gilt: Niemand wird heraufgestuft.

Bundesweite Bilanz: Günstiger Norden, unfallträchtige Großstädte

Bundesweit profitieren knapp 6,3 Millionen Autofahrer in Deutschland von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung, rund 4,8 Millionen werden heraufgestuft. Für weitere 28,5 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleiben die Regionalklassen des Vorjahres erhalten. Besonders niedrige Einstufungen ergeben sich weiterhin für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hohe Regionalklassen gelten vor allem in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. In den Kaskoversicherungen ändert sich durch die aktuelle Regionalstatistik nur wenig: Für 87 Prozent der Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt die Einstufung des Vorjahres erhalten.

Regionalklassen spiegeln die Schadenbilanz der Regionen wider

Die Regionalklassen werden für die insgesamt 415 deutschen Zulassungsbezirke einmal im Jahr vom GDV herausgegeben und spiegeln die Schadenbilanz der Regionen wider. Entscheidend ist dabei nicht, wo ein Unfall passiert oder ein anderer Kaskoschaden entstanden ist, sondern in welchem der Zulassungsbezirke der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz hat.

Regionalklassen gibt es für die Kfz-Haftpflicht- sowie für die Voll- und Teilkaskoversicherung. In der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich. In der Kaskoversicherung fließen die Versicherungsleistungen nach selbstverschuldeten Unfällen und für alle anderen Kaskoschadensfälle in die Berechnung ein, unter anderem für Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse.

Die so berechneten Schadenbilanzen der Zulassungsbezirke werden versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Regionalklasse bestimmt. Für die Haftpflicht gibt es 12, für die Vollkasko 9 und für die Teilkasko 16 Klassen. Je besser die Schadenbilanz und damit die Einstufung in der Regionalklasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen. 

Die Regionalstatistik des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und kann ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel ist dies der 1. Januar 2017.

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