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„Kids in Bewegung“ geht in die nächste Runde

Nach einem Aufwärmspiel, einem Sitzkreis und einem Lied sind verschiedene Bewegungsspiele im Angebot. Da sind auch die Großen gefordert.

Nach einem Aufwärmspiel, einem Sitzkreis und einem Lied sind verschiedene Bewegungsspiele im Angebot. Da sind auch die Großen gefordert.

. Kids in Bewegung versetzen – das ist das Ziel einer Zusammenarbeit der Kita St. Josef, der Spielvereinigung Merzig und des Gymnasiums am Stefansberg (GaS). Gestartet wurde das Projekt von Bernd Paulus von der Spielvereinigung Merzig . Es soll Paulus zufolge dem zunehmenden Bewegungsmangel der Kinder und der damit verbundenen Zunahme an Bewegungsstörungen im Kindesalter entgegenwirken.

 

„Wir beginnen immer mit einem Aufwärmspiel, danach machen die Kinder einen Sitzkreis und singen ein Begrüßungslied. Dann werden verschiedene Spiele gespielt“, beschreibt Miriam Zenner den Ablauf des wöchentlichen Projekts. Die GaS-Schülerin ist mit Eifer bei der Sache und darf ebenso wie ihre Mitschülerin Sally Thömmes richtig mit anpacken: „Zuerst haben wir uns alles genau angeschaut und beim Aufbau geholfen, jetzt dürfen wir uns selbst Spiele ausdenken“, erzählt Thömmes. Die beiden hatten sich freiwillig für das Projekt gemeldet. „Da ich später auf jeden Fall was mit Kindern machen will, war das für mich eine gute Gelegenheit festzustellen, ob ich überhaupt mit Kindern zurechtkomme“, erläutert Thömmes ihre Beweggründe.

 

Und weiter: „Ich hab vorher schon mal ein Praktikum im Kindergarten gemacht. Aber normalerweise hat man mit dieser Altersgruppe ja meist wenig zu tun.“ Doch in ihrer Arbeit mit den Kindern von St. Josef hat sie für sich schon erste Schlüsse gezogen: „Ich habe gesehen, dass es mir großen Spaß macht, Kindern etwas beizubringen und habe mich jetzt entschieden, Grundschullehrerin zu werden. Die Kindergartenkinder sind mir vielleicht doch noch einen Tick zu klein.“

 

Und auch Miriam ist sehr dankbar für die Erfahrungen, die sie bei dem Projekt sammeln kann: „Ich habe mich noch nicht für einen Beruf entschieden, aber es ist für mich wichtig, dass ich lernen kann, mit kleinen Kindern umzugehen und auch für sie Verantwortung zu übernehmen.“ Nach einigen Wochen wurden Sally und Miriam von anderen Oberstufenschülern abgelöst, die dann ebenfalls einige Wochen in dem Projekt mithalfen. Insgesamt haben nach Angaben der Schule zehn Schüler mitgeholfen.

 

Zum Abschluss des Projektes besuchten die Kita-Kinder mit ihren Erzieherinnen Julia Schumacher und Katja Bies am letzten Schultag ihre großen Freunde am Stefansberg. Eine Zusammenarbeit, die weitergehen wird: Mit Selma Malter und Maren Adler, beide Klassenstufe elf, stehen auch die ersten Schülerinnen bereits fest, die im nächsten Jahr bei der Betreuung der Kindergartenkinder bei den sportlichen Aktivitäten mithelfen werden.

 

Dass sich Sally, Miriam und die übrigen Oberstufenschüler für Jüngere einsetzen, ist am Gymnasium am Stefansberg keine Sonderfall. Lernscouts heißen die Oberstufler, die jüngere Mitschüler unterstützen. Albert Ehl ist von dieser Art der gegenseitigen Unterstützung überzeugt: „Davon profitieren beide – die Jüngeren bekommen die Hilfe, die sie brauchen, die Älteren lernen Verantwortung zu übernehmen.“ So sind auch in der Freiwilligen Ganztagsschule sowie beim „Silentium“, einem zusätzlichen kostenlosen Betreuungsangebot, an jedem Nachmittag vier Oberstufenschüler im Einsatz, um den Schülern der Klassenstufen fünf bis sieben bei den Hausaufgaben und bei der Vorbereitung auf Klassenarbeiten zu helfen.

 

Ein weiteres Beispiel ist der Einsatz von an der Schule ausgebildeten DFB-Junior-Coaches sowohl in der Fußball-AG des GaS als auch an der benachbarten Grundschule St. Josef. „Die Rückmeldungen der großen und kleinen Schüler sind durchweg positiv“, berichtet der Schulleiter und will auch in Zukunft auf seine Lernscouts setzen.
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