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Kinderporno-Verfahren in Saarbrücken: Jetzt Mutter des Opfers angeklagt

Die Mutter einer jetzt 20-jährigen jungen Frau und deren Bekannter aus einer Gemeinde im Kreis Merzig-Wadern verstehen die Welt nicht mehr. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat jetzt gegen beide Anklage zum Schöffengericht am Amtsgericht Saarlouis erhoben, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Christoph Rebmann der SZ auf Anfrage bestätigte. Die beiden Personen würden beschuldigt, sich kinderpornografische Schriften besorgt und diese besessen zu haben. Dies ist strafbar und kann mit Gefängnis geahndet werden. Doch wie kam es zu dieser Anklage und wieso sind die beiden Angeklagten darüber so empört? Nach Aussage der Mutter hat sie ihren Ex-Mann angezeigt, da sie bei ihm Bilddateien entdeckt hatte, die diesen nackt im Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen zeigten. Als Kopf dieses Mädchens sei das Gesicht ihrer Tochter in das Bild montiert worden. Sehr ekelerregende Fotos, wie die Angeklagten sagen. Die Mutter erkannte ihren Ex-Mann auf den Fotos auch wegen dessen Tätowierungen.

Doch trotz ihrer Anzeige kamen nach Darstellung der Mutter die Ermittlungen der Kripo nicht in Gang. In ihrer Not wandte sie sich an ihren Bekannten, der als Justizkritiker bekannt ist. Da ging es unter anderem um die Auseinandersetzung um die Kruzifixe, die in vielen Saar-Gerichtssälen noch über den Richterbänken hängen. Oder um angeblich illegale Abstimmungen bei der Linkspartei im Kreis Saarlouis, da bei einem Delegierten die Meldebestätigung nicht vorgelegen habe. Auch ein Saarbrücker Oberstaatsanwalt war von dem Bekannten der Mutter in der Vergangenheit scharf kritisiert worden, weil er angeblich Nebeneinkünfte nicht ordnungsgemäß versteuert hätte.

Der Bekannte der Mutter des mutmaßlichen Opfers der Kinderporno-Fotos versandte nach eigenen Angaben mit mehreren Schreiben die Kritik an den stockenden Ermittlungen mitsamt einigen der Kinderporno-Fotos an den Chef der Staatsanwaltschaft Saarbrücken , Ernst Peter Hirschmann, an Saar-Justizminister Reinhold Jost , an Bundesjustizminister Heiko Maas (beide SPD ), an Saar-Verfassungsgerichtspräsident Roland Rixecker. Sowie an das Jobcenter Wadern und das Landessozialgericht, wie Rebmann mitteilte. „Ich wäre der blödeste Pädophile Deutschlands, wenn ich der Täter wäre und meine Taten so öffentlich machen würde“, sagte der Bekannte der Mutter voller Ärger über die Anklageerhebung.

Zur Überraschung der Mutter und des Bekannten wurden die Kinderporno-Ermittlungen gegen den Ex-Stiefvater und drei weitere Verdächtige eingestellt, „da gegen diese Beschuldigten nach dem Ergebnis der Ermittlungen ein Tatnachweis nicht zu führen war“, wie Rebmann erklärte.

Rebmann schildert den Grund der Anklage gegen die Mutter des mutmaßlichen Opfers und den Bekannten so: Unter Verwendung unverfänglicher Bilddateien der Tochter, die gefertigt wurden, als diese ungefähr zehn bis zwölf Jahre alt war, sowie andererseits diverser Bilddateien, die Oral-, Geschlechts- und Handverkehr unter Beteiligung anderer Personen, dabei unter anderen des Ex-Stiefvaters, zeigen, wurden spätestens 2012 mittels des Bildbearbeitungsprogrammes Face-Dub Montagen gefertigt. Auf den Körper der jeweils weiblichen Beteiligten sei der Kopf des Mädchens montiert worden, so dass der Eindruck entstanden sei, dass das kindliche Mädchen an Oral-, Hand- und Geschlechtsverkehr unter Mitwirkung des Ex-Stiefvaters oder anderer Männer beteiligt gewesen sei. „Wer die Montagen erstellte, konnte nicht sicher geklärt werden“, sagte Rebmann. Die Mutter sei an die Montagen gekommen und habe sie an den Bekannten weitergegeben, der sie demnach auf seinem Computer speicherte und dann die Kopien unter anderen an die genannten Adressaten versandte. Der Ex-Stiefvater soll den Bekannten seiner Ex-Frau tätlich angegriffen haben, dieses Verfahren wurde ebenfalls eingestellt.
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