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Kirchen fordern Autoverzicht

Saarbrücken. Mit dem Aschermittwoch beginnt in der Katholischen Kirche die Fastenzeit, in der Evangelischen Kirche die Passionszeit. Eine Zeit, in der sich die Christen auf das Osterfest vorbereiten. Eine Zeit, die über 40 Tage Verzicht bedeuten soll. Mit der Aktion Autofasten haben die beiden Kirchen eine zeitgemäße Form des Fastens gefunden. „Autofasten hilft zu einer gesünderen Umwelt. Wir Christen sagen: Zur Bewahrung der Schöpfung“, erklärte der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Saar-West, Christian Weyer, gestern zum Auftakt der 15. Autofastenaktion am Römerkastell in Saarbrücken.

„Klima schützen. Anders unterwegs sein“, lautet das Motto der Aktion,zu der die Bistümer Trier, Mainz und Speyer, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz gemeinsam mit dem Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg aufrufen. Seit 1998 haben sich 17 679 Menschen am Autofasten beteiligt, im vergangenen Jahr waren es 1541 Menschen, davon 415 aus dem Saarland. „Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass es Alternativen zum Autofahren gibt“, erklärte Weyer. Das Auto gehöre zu den größten Klimakillern. „Sieben Wochen ohne Auto bedeutet: Sieben Wochen ohne Schadstoffausstoß aus jedem Auto, das nicht gefahren wird.“ Das Autofasten böte die Gelegenheit, innezuhalten und über das eigene Mobilitätsverhalten nachzudenken. „Nicht jede Fahrt mit dem Auto ist sinnvoll.

Es gibt Alternativen“, sagte Weyer. Für Eugen Vogt, Domkapitular und Pfarrer der Pfarrei St. Johann Saarbrücken, ist die Aktion eine Gelegenheit, den persönlichen Lebensstil klimaverträglicher zu gestalten. „Am besten auf Dauer.“ Die Kirchen laden die Menschen ein, im Zeitraum vom 4. März bis 1. April möglichst auf das Auto zu verzichten und durch das Radfahren oder das Benutzen von Bussen und Bahnen zu ersetzen, oder einfach zu Fuß zu gehen. „In der Regel ist es schwierig, komplett auf das Auto zu verzichten“, weiß Weyer. In städtischen Ballungsräumen fiele es leichter, als im ländlichen Raum, in dem die öffentlichen Verkehrsmittel das Auto nur schwer ersetzen können. „Und dennoch ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass es Alternativen gibt“, sagte Weyer.

Einen Anreiz mitzumachen, bieten die Kooperationspartner, wie der Saarländische Verkehrsverbund, der insgesamt 200 Zwei-Wochen-Tickets stiftet, die Bahn spendiert zehn „Bahncards 25“. Anmeldeschluss für die Verlosung der Tickets ist bereits am Montag, 27. Februar. Die Anmeldung und die Teilnahme an der Verlosung laufen über das Internet. Weitere Anreize sind zwei Fahrräder der Traditionsmarke Wanderer, die gewonnen werden können, außerdem bietet die Fahrrad-Service-Station des Diakonischen Werkes in Roden einen kostenlosen Fahrrad- Check an. Weyer betonte, dass es den Kirchen nicht darum gehe, das Autofahren zu verurteilen. „Es geht vielmehr darum, selbst auszuprobieren, wie viel Auto wirklich sein muss“, sagte er.

www.autofasten.de
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