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Kirchenkritiker protestieren in Trier gegen Bischöfe



Trier. Ein breites Bündnis kirchenkritischer und kirchenreformerischer Kräfte plant während der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz vom 18. bis 21. Februar Proteste gegen den Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsfällen. Initiatoren sind die Saarbrücker Initiative gegen sexualisierte Gewalt, die Katholische Studierende Jugend (KSJ), die Initiativen „Kirche von unten“ und „Wir sind Kirche“, die Leserinitiative Publik Forum, die Initiative „Missbit“, das Netzwerk „schafsbrief.de“ sowie die „Initiative Ehemaliger Johanneum Homburg“.

Die Kirchenkritiker planen vor oder nach den Pressekonferenzen der Bischöfe zu Beginn und am Ende ihrer Frühjahrsvollversammlung eigene „Eröffnungs- und Abschlusspressekonferenzen“. Am 18. Februar soll um 20 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche stattfinden, zu der die Initiatoren unter anderem den Trierer Bischof Stephan Ackermann eingeladen haben. Ab dem 18. Februar planen „schafsbrief.de“, „Missbit“ und die „Initiative Ehemaliger Johanneum Homburg“ eine „Dauerkundgebung“ auf dem Domvorplatz und in der Trierer Fußgängerzone.

Die drei Organisationen wollen nach eigenen Worten „über einen Zeitraum von vier Tagen hinweg einen Aktenberg leerer Missbrauchsakten entstehen lassen“. Am 19. Februar, dem „zentralen Aktionstag“ ist ab 16.30 Uhr einen Protestmarsch vom Dom zum Tagungsort der Bischöfe, dem Era Conference Center (ECC) sowie um 19 Uhr eine Autorenlesung zum Thema Missbrauch in der Kirche geplant. Am 20. Februar wird es ab 19 Uhr einen „Kreuzweg“ vom Vorplatz St. Agritius zur Kapelle Petrisberg geben. Dort sollen in Anwesenheit „betroffener Zeugen“ Berichte über Missbrauch verlesen werden – auch über Fälle, die bisher nicht bekannt sind, wie die Initiatoren betonen. Das Bistum Trier und die Bischofskonferenz wollten auf SZ-Anfrage zu den angekündigten Protesten keine Stellungnahme abgeben.

Bistum Trier muss 18,8 Millionen Euro aus Rücklagen entnehmen

Trier. Einen Gesamtumfang in Höhe von 375,4 Millionen Euro wird in diesem Jahr der Haushalt des Bistums Trier haben. Um Aufwendungen und Erträge ausgleichen zu können, muss das Bistum 18,8 Millionen Euro aus Rücklagen entnehmen, wie Generalvikar Georg Bätzing gestern mitteilte. Er betonte, der Spardruck bleibe bestehen. An einer strukturellen Kostensenkung führe kein Weg vorbei. Zwar rechnet das Bistum auch für dieses Jahr mit einem geringen Anstieg des Kirchensteueraufkommens von 2,4 Prozent auf 262,3 Millionen Euro.

Das könne jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der Katholiken kontinuierlich sinke. Gründe hierfür seien Kirchenaustritte, aber vor allem demografische Faktoren. „Berücksichtigt man zudem, dass wir bei Sachkosten und Dienstleistungen Dritter – etwa im Baubereich und bei den Energiekosten – Teuerungsraten haben und dass wir Tarifsteigerungen im Personalbereich einplanen, dann unterstreicht auch das noch einmal die Notwendigkeit, die Kosten zu senken“, sagte Bätzing. Größter Posten 2013 sind nach seinen Angaben die Personalkosten: 144,5 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg um 2,2 Prozent. kna
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