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Kirrberger wehren sich gegen Erweiterung der Mülldeponie Mörsbach

Die Mülldeponie in Mörsbach soll erweitert werden.

Die Mülldeponie in Mörsbach soll erweitert werden.

In das Thema Mülldeponie in Mörsbach kommt Bewegung. Bekanntlich soll nicht nur die Deponie erweitert werden, sondern auch eine sogenannte Konditionierungsanlage der Firma Terrag dort künftig „gefährlich Stäube“ verarbeiten dürfen. Terrag-Geschäftsführer Frank Becker kündigte jetzt am Dienstagabend in der Ortsratssitzung in Kirrberg an, dass er vor diesem Hintergrund engen Kontakt mit der Bürgerinitiative Mörsbach halten wolle.

 „Als Ortsrat muss man im Interesse der Bürger dafür Sorge tragen, dass wir nicht durch zunehmenden Lkw-Verkehr, Feinstaub und verunreinigtes Grundwasser belastet werden“, betonte Ortsvorsteher Manuel Diehl (CDU) zu Beginn der Sitzung. Die Auseinandersetzung über den Ausbau der Mülldeponie gehe nur im Dialog mit dem Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ), Terrag und der Bürgerinitiative Mörsbach, so Diehl. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die UBZ-Vertreter und Terrag wegen des laufenden Verfahrens nicht alles öffentlich sagen könnten.

Er könne die Ängste der Bevölkerung verstehen, erklärte Frank Becker von der Firma Terrag. Er wolle durch Gespräche mit der Bürgerinitiative versuchen, „den Druck rauszuholen“. Darüber hinaus werde er die Ergebnisse des Treffens dem Kirrberger Ortsrat zukommen lassen. Was den Lkw-Verkehr im aktuellen Betrieb angeht, wies Becker darauf hin, dass kein Lkw durch Kirrberg fahren soll, der die Anlage beliefert.

Julia Igel, Sprecherin der Bürgerinitiative Mörsdorf, erläuterte zu Beginn der Sitzung noch einmal die Sichtweise und die Bedenken der Mörsbacher Bevölkerung zur geplanten Erweiterung der Mülldeponie um 8,9 Hektar in östlicher Richtung. Als Beispiele nannte sie nicht nur das erhöhte Müllaufkommen, sondern auch die Zunahme des Anlieferungsverkehrs und die dadurch entstehenden Straßenschäden, die Feinstaub-Belastung sowie die Gefährdung der Gesundheit durch die Staubemissionen.

Eckart Schwarz, Vertreter des UBZ und zuständig für Technik und Logistik sowie für den Abfallbereich, sowie Daniela Walle vom Strommanagement gingen auf die Entwicklung der 1973 in Betrieb gegangenen Deponie ein. Die jährlich eingelagerte Abfallmenge belaufe sich auf rund 225.000 Kubikmeter, so Schwarz. Das durchschnittliche Fahrzeugaufkommen liegen im Schnitt zwischen 80 und 170 und werde sich auch bei einer Erweiterung nicht erhöhen. Angenommene Abfallarten seien Schlacke, Straßenaufbruch, gipshaltige Abfälle, Asbestzement und Dämmstoffe, verfestigte Abfälle und seit 2005 nur noch mineralische Abfälle.

„Es wurde und wird kein Giftmüll abgelagert“, ergänzte Daniela Walle. Das Ergebnis einer Staubemissionsprognose habe ergeben, dass „die von der Deponie ausgehende Staubzusatzbelastung im Bereich der nächst gelegenen Wohnbebauung nicht erheblich ist“, betonte Schwarz. Zudem gebe es rund um die Deponie 15 Grundwasser-Messstellen, die das Grundwasser überwachen.
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