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Kleinblittersdorf radikal gegen Parksünder

Kleinblittersdorf. Der Gemeinderat hat am vergangenen Dienstag eine außerplanmäßig Ausgabe in Höhe von 25 600 Euro beschlossen. Mit dem Geld soll ein Hilfspolizist von einer Privatfirma bezahlt werden, der sich ab dem 1. Juli im gesamten Gemeindegebiet um den ruhenden Verkehr kümmern soll.



Struktur in die Parksituation bekommen

„Es gibt etwa zehn Brennpunkte im Gemeindegebiet, in denen die Verkehrsteilnehmer parken, wie sie wollen. Teilweise herrschen Zustände wie im Wilden Westen. Am schlimmsten ist es in der Ortsdurchfahrt von Kleinblittersdorf“, erklärte Bürgermeister Stephan Strichertz. Der Hilfspolizist habe eine Ausbildung an der saarländischen Verwaltungsschule gemacht und solle sich täglich um den „ruhenden Verkehr“ in der Gemeinde kümmern. Strichertz: „In Blieskastel werden seit Beginn des Jahres ebenfalls Hilfspolizisten eingesetzt, und bis heute wurden dort 5000 Protokolle ausgestellt. Wir wollen in Kleinblittersdorf niemanden abzocken, sondern nur Struktur in die Parksituation bekommen.“

Diskutiert wurde im Rat, wieso ein Hilfspolizist von außerhalb der Gemeinde eingesetzt werden soll und nicht ein Arbeitsplatz für einen Bürger der Gemeinde geschaffen wird.

 



Hilfspolizist bedroht und schikaniert

Dazu erläuterte Kathrin Gross von der CDU: „Im vergangenen Jahr wurde ein von der Gemeinde engagierter Hilfspolizist, der im benachbarten Frankreich wohnt, beim Kontrollieren der Parkplatzsituation bedroht und anschließend wurde auch sein Familie in Frankreich bedroht. Der Hilfspolizist hat daraufhin gebeten, ob er seine Tätigkeit für uns einstellen kann. Mit dem Einstellen von Hilfspolizisten, die im Grund keinen Bezug zur Gemeinde haben, hoffen wir, dieses Problem zu lösen.“

Wie im Rat weiter mitgeteilt wurde, kam es in den vergangenen Jahren auch schon zu körperlichen Attacken auf Hilfspolizisten aus der Gemeinde. Bürgermeister Strichertz stellte klar: „Wir hatten einmal sechs Polizisten in Kleinblittersdorf stationiert. Mittlerweile sind es nur noch zwei, und die beiden haben mit dem fließenden Verkehr und anderen Problemen in der Gemeinde schon genug zu tun. Natürlich wäre es sinnvoll, wenn die Polizei wieder mehr Präsenz in der Gemeinde zeigen würde.“ Wenn der neue Hilfspolizist ein Jahr im Einsatz war, will der Gemeinderat entscheiden, ob er für ein weiteres Jahr engagiert wird.

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