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Kleine Neunkircher Schneeleoparden schlafen noch viel

Zootierärztin Alma Gregersen mit Askar, der genau wie seine Schwester Anusha gestern geimpft und gewogen wurde. Foto: Jörg Jacobi

Zootierärztin Alma Gregersen mit Askar, der genau wie seine Schwester Anusha gestern geimpft und gewogen wurde. Foto: Jörg Jacobi

Katzenbesitzer werden das wissen: In den ersten Lebensmonaten sollten die Tiere gegen die gängigen Katzenkrankheiten geimpft werden. Auch die beiden kleinen Schneeleoparden im Neunkircher Zoo machen hier keine Ausnahme und erhielten, nach etwas Grummeln, gestern denselben Impfstoff, den auch gewöhnliche Hauskatzen bekommen. Die Zoomitarbeiter nutzten die Gelegenheit, die Tiere zu wiegen. Während Anusha 5,7 Kilogramm auf die Waage bringt, sind es bei ihrem Bruder Askar 6,4 Kilo – so viel wie manch gefräßiger Stubentiger.

 

„Die beiden kleinen Schneeleoparden haben sich prima entwickelt“, freute sich Zoodirektor Norbert Fritsch. Die seltenen Raubkatzen, die am Sonntag drei Monate alt werden, seien zwar noch „ein bisschen tapsig“, könnten aber auch schon kratzen und beißen. Vor allem Schneeleopardin Anusha mache davon gut Gebrauch, ihr Bruder Askar sei dagegen etwas ruhiger. Gesundheitlich gehe es beiden gut, eine Fehlstellung von Anushas Augenlid habe man korrigieren können, berichtete Zootierärztin Alma Gregersen.

 

Besucher fragten „immer“ nach den beiden Schneeleoparden, gerade auch, wenn man sie gerade einmal nicht im Gehege sehe, sagt Fritsch. Er sage dann immer, dass die beiden kleinen Leoparden zurzeit das Freigehege erst nach und nach für sich erschlössen. Um diese Erkundungstour zu fördern, versteckten die Pfleger das Futter, vor allem Rind- und Pferdefleisch, an wechselnden Stellen im Gehege. Im Laufe des Vormittags würden die beiden Raubkatzen ihr Futter dann zusammensuchen. „Vormittags hat man als Besucher also bessere Chancen, die Tiere zu sehen, als nachmittags“, erklärte Fritsch. Doch selbst dann müsse man Geduld mitbringen: „Wenn sie nicht gerade schlafen, liegen sie auch oft im Gebüsch und halten sich in Höhlen versteckt.“ Die Zeiten kleiner Käfige, in denen Zoobesucher die Tiere jeder Zeit anschauen könnten, seien zum Glück vorbei, so Fritsch weiter. „Wir zeigen sie nicht den ganzen Tag auf dem Präsentierteller“, stellte der Zoodirektor klar. Die beiden seien in einer „intensiven Phase der Entwicklung“, wirbt er um Verständnis. Zootierärztin Gregersen bestätigte: „Zu einer artgerechten Haltung gehört, dass sich die Tiere auch mal zurückziehen können.“

 

Zum Thema:

Die beiden kleinen Schneeleoparden Askar und Anusha sind am 7. Mai im Neunkircher Zoo geboren worden. Mittlerweile sind sie rund 50 Zentimeter groß. Zoobesuchern zeigen sie sich zurzeit meist vormittags und am frühen Nachmittag in der Schneeleopardenschlucht. Unter www.nabu.de/leo-tagebuch kann man sie auch rund um die Uhr beobachten. rob

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