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Kleinspielfeld in Riegelsberg: Ortsrat will Käfig für Fußballplatz

 Riegelsberg. Seit einigen Monaten gibt es hinter der Turnhalle der Lindenschule in Riegelsberg ein so genanntes DFB-Minifußballfeld, das sehr eifrig genutzt wird. So eifrig, dass sich Anlieger beschweren und über Belästigungen klagen. Hauptbeschwerdepunkte sind, dass die Jugendlichen auch außerhalb der Öffnungszeiten des Fußballfeldes - also nach 18 Uhr - dort spielen. Manchmal dauert der Spielbetrieb sogar bis 24 Uhr. Beklagt wurde auch, dass die Bälle häufig über den Zaun in die umliegenden Gärten fliegen und die Jugendlichen beim Ballholen Zaunanlagen beschädigen und Grundstücke unbefugt betreten würden. Außerdem würden viele Jugendliche auf einer Wiese neben dem Minifußballfeld spielen. Auch von dort geht Lärm aus und fliegen Bälle in die Nachbargärten. Verwaltung und Riegelsberger Ortsrat hatten sich am 21. April an der Lindenschule umgeschaut und mit den Anliegern gesprochen. Dieser Tage nun debattierte der Ortsrat über Lösungen des Problems. "Die Anwohner baten darum, dass etwas unternommen wird, damit die Bälle nicht mehr in die Gärten fliegen und Jugendliche über die Zäune steigen können", sagte Ortsvorsteherin Monika Rommel (SPD). Dazu hatte die Verwaltung ein paar Vorschläge erarbeitet, wie man für Abhilfe sorgen könnte. Dem Ortsrat gefiel am besten die Variante zwei, die eine so genannte "Käfiglösung" vorsieht.

Will heißen: Das Minispielfeld erhält ein abschließbares Eingangstor, einen vier Meter hohen Zaun, und es wird mit einem Netz überdacht. Durch das abschließbare Tor soll sichergestellt werden, dass außerhalb der Öffnungszeiten kein Fußball gespielt werden kann.

Dadurch würde auch die Wiese außerhalb des Spielfeldes ihre Attraktivität als Treffpunkt für Jugendliche verlieren, sagt die Verwaltung.

Abends soll niemand mehr spielen

16 000 Euro kostet diese Maßnahme. Aber der Ortsrat tat sich nicht leicht mit seiner Entscheidung. "Wir müssen eine Vereinbarkeit zwischen Jugendlichen und Anwohnern finden", forderte Harry Görens (SPD). Sein Fraktionskollege Christian Schmidt meinte: "Wichtig ist, dass abends dort niemand mehr spielen kann. Aber wir können nicht Fort Knox daraus machen und überall so hohe Zäune errichten, dass die Bälle nicht mehr drüber fliegen." Schmidt schlug vor, dass die Wiese außerhalb des Spielfeldes so unattraktiv gemacht wird, dass dort niemand mehr Fußball spielen möchte. Dem schloss sich Friedhelm Warken (CDU) an: "Man könnte dort schwere Bänke oder Findlinge aufstellen." Patricia Dillinger (Die Linke) setzte Prioritäten: "Die umliegenden Gärten müssen geschützt werden."

Nach längerer Debatte stimmte der Ortsrat einstimmig der von der Verwaltung vorgeschlagenen Variante zwei zu. Darüber hinausgehend jedoch fordert der Rat, dass das Eingangstor zur Anlage an der Lindenschule so hoch gemacht wird, dass niemand rüber klettern kann. Außerdem solle der Bereich, wo man vom Schulhof auf das Spielfeld gehen kann, mit einem vier Meter hohen Zaun abgetrennt werden.

Und auf der Wiese neben dem Minispielfeld sollten, so die Meinung im Ortsrat, Findlinge aufgestellt werden. Die Öffnungszeiten der Fußballanlage hingegen sollen auf Vorschlag von Harry Görens ausgedehnt werden. So soll nicht nur wie bisher montags bis freitags von acht bis 18 Uhr, sondern auch samstags von zehn bis 18 Uhr das Spielen auf dem Minispielfeld möglich sein.

Hintergrund
 
Das DFB-Kleinspielfeld war Ende 2008 in Betrieb genommen worden. Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat es spendiert, nach seinem Programm "1000 Minispielfelder des DFB". Dafür hatte der DFB 25 Millionen Euro bereitgestellt. Dem Saarland waren schließlich 16 Spielfelder zugewiesen worden, für die es insgesamt 60 Bewerbungen gegeben hatte. Die Kosten in Höhe von 36 000 Euro teilen sich der DFB als Hauptgönner, der Regionalverband Saarbrücken als Träger der Gesamtschule mit 7000 Euro und die Gemeinde Riegelsberg, die den Unterbau, die Platzeinfassung und die Bauleitung übernommen hatte. red 
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