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Kleinwüchsige Saba braucht Hilfe: Familie verbrannte über Jahre Gelenke der 25-jährigen Eritreerin

Saba aus Eritrea geht es schlecht. Sie kann sich kaum aufrecht halten. Foto: Debessai

Saba aus Eritrea geht es schlecht. Sie kann sich kaum aufrecht halten. Foto: Debessai

Nur wenige Stunden am Tag kann Saba im Haushalt mithelfen, sonst sitzt die 25-jährige Eritreerin in einer Ecke in der kleinen Wohnung ihrer Familie in Jufa. Jufa liegt nur wenige Kilometer von Keren im Landesinneren Eritreas entfernt, medizinische Versorgung gibt es dort kaum. Saba hat große Schmerzen, kann sich kaum bewegen, ihr Hilfsmittel ist ein Holzstock, der weder auf ihre Körpergröße noch Haltung abgestimmt ist. Sie ist kleinwüchsig, hat an ihrem gesamten Körper Narben von Verbrennungen. Über mehrere Jahre soll ihre Familie ihre Gelenke verbrannt haben, in der Hoffnung, dass Saba wächst, dass sie endlich von dem Fluch geheilt wird.

 

„In Afrika muss man sich für eine Behinderung schämen, viele denken, dass Menschen mit Missbildungen von Gott bestraft wurden“, sagt Akberet Debessai. Sie versucht regelmäßig, eritreischen Einzelschicksalen eine Chance auf ein normales Leben zu geben. Gemeinsam mit Mohammed Ghodstinat, Vorsitzender der Initiative „Hilfe für Einzelschicksale international“, hilft die 53-Jährige kranken Menschen. Debessai lebt bereits seit 30 Jahren in Deutschland und fährt alle zwei bis drei Jahre in ihre Heimat nach Eritrea.

 

Saba entdeckte sie zufällig im Mai dieses Jahres. „Ich habe auf Anhieb gesehen, dass ihr geholfen werden muss“, sagt Debessai. Dann habe sie direkt Kontakt mit Ghodstinat aufgenommen. Der Vorsitzende der Initiative „Hilfe für Einzelschicksale international“ hilft seit 1993 Menschen mit Behinderungen, Erkrankungen und Missbildungen, und das nicht nur in Afrika, sondern auf der gesamten Welt. „Wir helfen in Äthiopien, Indien, Vietnam und an vielen weiteren Orten“, erzählt er.

 

14 Menschen hat Ghodstinat laut dem Jahresbericht mit seiner Initiative im vergangenen Jahr geholfen – und auch in diesem Jahr stehen viele Einzelschicksale auf seiner Wunsch-Heil-Liste. Ein genauer Plan für Saba steht noch nicht fest. Zunächst soll sie in Eritrea einen Arzt sehen, um endlich eine Diagnose zu erhalten. „Eine Behandlung in Eritrea wäre wünschenswert, denn Saba ist schüchtern und ängstlich“, sagt Debessai. Von zu Hause und ihrer Familie entfernt zu sein, sei für die 25-Jährige eine psychische Belastung. Falls es aber nicht anders gehe, müsse Saba in Deutschland behandelt werden, sagt Ghodstinat. Schon eine professionelle Gehhilfe könne dem Mädchen helfen und Sabas Leben deutlich vereinfachen.

 

Wer Saba helfen möchte, kann auf das Spendenkonto der Initiative – Hilfe für Einzelschicksale international e.V. bei der Kreissparkasse Saarlouis, IBAN: DE44593501100224507772; BIC: KRSADE55XXX, spenden. E-Mail: kontakt@

 

hilfe-einzelschicksale.de

 

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