L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Klinik Brebach bald dicht, 16 Millionen für Sonnenberg

Die Klinik für Naturheilkunde auf dem Saarbrücker Sonnenberg.

Die Klinik für Naturheilkunde auf dem Saarbrücker Sonnenberg.

Saarbrücken. Des einen Freud ist des anderen Leid: Während die Tage des Brebacher Krankenhauses gezählt sind, wird die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) 16 Millionen Euro in den Standort auf dem Sonnenberg investieren. Das sagte SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel und erklärte, warum die Brebacher Klinik keine Zukunft mehr hat. Die Fixkosten seien einfach zu hoch. Deshalb mache das Krankenhaus jährlich Verluste zwischen 500?000 und einer Million Euro, sagte Vogtel. Um das Krankenhaus zu modernisieren, müsse die SHG in die Nasszellen investieren, die nicht behindertengerecht seien. Außerdem müssten die Dreibett- in Zweibettzimmer umgebaut werden. Sechs bis sieben Millionen Euro würde das verschlingen, die Bettenzahl aber von 51 auf 39 sinken, betonte Vogtel. Weil auch der Plan, ein Neurologiezentrum in Brebach zu bauen, an Auflagen des Landesamtes für Umwelt und Arbeitsschutz wegen Lärm und Gestank scheiterte, habe sich die SHG entschlossen, die Brebacher Geriatrie auf den Sonnenberg zu verlagern.



Klinik  sehr gut ausgelastet

Diese Konzentration mache schon wegen des Ärztemangels Sinn, sagte Dr. Bernd Gehlen, Chefarzt für Geriatrie auf dem Sonnenberg und in Brebach. Ein Kreis unter Führung des früheren Chefarztes Claus Theres hatte sich monatelang für den Erhalt des Krankenhauses eingesetzt und unter anderem darauf verwiesen, die Klinik sei sehr gut ausgelastet. Auch der Bezirksrat Halberg hatte gegen die Schließung protestiert. Doch das alles nutzte nichts.

Wie Vogtel weiter mitteilte, soll auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Kleinblittersdorf auf den Sonnenberg verlagert werden. Noch in diesem Jahr werden die Bagger anrücken, um mit dem Bau eines Parkhauses zu beginnen, sagte der Geschäftsführer. 300 Plätze sind dort geplant. Die seien dringend nötig, um die Parkplatz-Probleme auf dem Sonnenberg zu lösen. Am Hauptgebäude der SHG-Kliniken soll dann das Neurologiezentrum entstehen. Die SHG habe jetzt den Bauantrag gestellt, eine Bauvoranfrage habe die Stadt genehmigt. Bis zur Fertigstellung des Neurologiezentrums wird das Brebacher Krankenhaus weiterbetrieben.

Entscheidung nicht leicht gemacht

Vogtel sagte, die niedergelassenen Ärzte könnten in Brebach bleiben. Dann ändere sich auch nichts bei der Behandlung von Arbeitsunfällen der großen Unternehmen Halberg Guss und St. Gobain. Schon jetzt übernehmen diese Ärzte die Erstversorgung in einer chirurgischen Gemeinschaftspraxis, machten kleine Operationen, überwiesen aber oft die Patienten zum Beispiel ans Evangelische Krankenhaus in der Stadtmitte, erläuterte Vogtel. Die Geriatrie-Tagesklinikplätze werde die SHG in dem Stadtteil erhalten.

Er betonte, der Aufsichtsrat habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, das Krankenhaus in Brebach zu schließen. Das Gebäude werde wieder an das Unternehmen St. Gobain zurückfallen, das der Eigentümer ist und einen Pachtvertrag mit dem Regionalverband geschlossen habe. Für das Gebäude gelte Bestandsschutz, sagte Vogtel. Ob Brebach ein Notarzt-Standort bleibt, sei sehr fraglich. Vogtel teilte mit, der Rettungszweckverband überlege, in Richtung Kleinblittersdorf einen Notarzt-Standort einzurichten, um von dort aus auch das Mandelbachtal abzudecken.

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