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Klinik-Schließungen: Hoffmann-Bethscheider mahnt zur Sachlichkeit in der Debatte

Die SPD-Politikerin Hoffmann-Bethscheider hat sich dafür ausgesprochen, im Saarland so viele Klinikbetten wie möglich zu erhalten. Dabei solle man sich an der tatsächlichen Krankenquote orientieren, mahnte sie.

Von SZ-Redakteur Gerhard Franz

Saarbrücken.
Mehr Sachlichkeit in der Debatte um einen möglichen Bettenabbau im Saarland hat die Gesundheits- und Sozialpolitikerin der SPD-Landtagsfraktion, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, am Freitag in Saarbrücken gefordert. Dabei kritisierte sie, dass Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) bereits über einen Bettenabbau spekuliere, bevor das von ihm selbst in Auftrag gegebene Gutachten zum Krankenhausbedarf überhaupt vorliege: „Wir sind verwundert, dass er schon mehrfach von Bettenabbau und Klinikschließung gesprochen hat, ohne die dafür erforderlichen Zahlen zur Hand zu haben.“

Insofern seien Spekulationen über Betten- und Kostenreduzierungen im Krankenhausbereich, so Hoffmann-Bethscheider, „reine Kaffeesatzleserei“. Insbesondere könne sie nicht verstehen, dass Weisweiler auch die Kinderklinik in Neunkirchen-Kohlhof in Frage stelle, in deren Neubau, einen Verbund mit dem St. Josef-Krankenhaus, die Marienhaus GmbH und das Land zurzeit viel Geld investierten. Der Neubau soll nächstes Jahr in Betrieb gehen.

Man solle, so die Linie der SPD-Politikerin, so viele Betten wie möglich erhalten und dabei der Tatsache Rechnung tragen, dass das Saarland bei einer Reihe von Erkrankungen über dem Bundesdurchschnitt liege. Vor allem gebe es immer mehr psychosomatische Krankheiten sowie eine hohe Rate an Depressionen im Saarland: „Da vermute ich, dass das mit den Arbeitsbedingungen zu tun hat.“ Deshalb empfahl sie, mehr für die Prävention zu tun, um den Krankheiten besser vorbeugen zu können.

In diesem Zusammenhang sprach sie sich auch für eine stärkere Berücksichtigung von Naturheilverfahren und der Homöopathie aus, nach dem Motto: „Wer heilt, hat Recht.“ In der Familienpolitik verlangte die SPD-Politikerin mehr Impulse, besonders für die Alleinerziehenden. Und hier seien vor allem die Frauen betroffen, wenn sie ihren Beruf ausüben wollten, aber keine entsprechende Betreuung für ihre Kinder in Kindergärten und Schulen fänden. Dies wirke sich häufig negativ auf die Vermittlung von Frauen aus, weshalb auch die Arbeitsagenturen in der Pflicht seien.

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