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Kneipenschlägerei mit schwer Verletztem: Mann muss in Haft

In einem Berufungsprozess hat die Jugendkammer des Landgerichts einem Heranwachsenden die Strafaussetzung zur Bewährung jetzt versagt. Der junge Saarländer stand wegen einer Kneipenschlägerei vor Gericht. Dabei hatte er einen Mann schwer verletzt. Der Betroffene hatte einen Nasenbeibruch, eine Gehirnerschütterung sowie diverse Platz- und Schürfwunden erlitten. Das Amtsgericht Wadern hatte die Tat mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr ohne Bewährung quittiert.

Das Landgericht beurteilte den Fall jetzt wie die Staatsanwältin: Er habe seinem Opfer nicht den geringsten Schadenersatz angeboten. Ein ernsthaftes Bemühen um Arbeit sei nicht erkennbar und das Geständnis im letzten Augenblick habe er eher aus taktischen Erwägungen abgelegt als von Reue getragen. Zu einem Jahr Haft kommen vermutlich acht weitere Monate, denn es droht der Widerruf der Bewährung aus einem früheren Urteil, auch wegen Körperverletzung.

Als der Angeklagte die Tat begang, stand er bereits wegen einer anderen Körperverletzung unter laufender Bewährung. Sein Bewährungshelfer berichtete, dass er die vereinbarten Besprechungstermine zwar recht zuverlässig einhalte, beklagte aber die phlegmatische Einstellung seines Zöglings. Es habe Mühe gekostet, ihn zur Ableistung von 100 Arbeitsstunden anzuhalten. Für die letzten zwölf Stunden habe er drei Monate gebraucht. Daher gebe es keine günstige Prognose.

In seinem Schlusswort sagte der Vorsitzende Richter, der junge Mann müsse sich endlich ernsthaft um Arbeit bemühen. Wenn er in der Haft eine Anstellung finde, habe er wenigstens die Chance, in den offenen Vollzug zu kommen. jht

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