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Knoblauch gegen Krebs? Homburger Chemiker forschen

Saarbrücken. Ist Knoblauch ein wirksames Heilmittel gegen Krebs? Nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen könnte die Medizin mit den Inhaltsstoffen des Knoblauchs in Zukunft Krebstherapien entwickeln. Er halte es für möglich, mit entsprechenden molekularen Reaktionen „eine attraktive Strategie“ für wirksame Tumortherapien zu entwickeln, sagte Mathias Montenarh vom Institut für medizinische Biochemie und Molekularbiologie am Homburger Uniklinikum bei einem Vortrag in Saarbrücken.

Zur Vorlesung „Knoblauch gegen Krebs – Neue Studien zu einem alten Heilmittel“ hatten die Universität und das Uniklinikum in Kooperation mit der Stadt Saarbrücken eingeladen. Montenarh untersucht seit etwa sieben Jahren zusammen mit Kollegen in einem europäischen Verbundprojekt, wie bestimmte Knoblauchinhaltsstoffe auf Krebszellen und gesunde Körperzellen wirken. Durch den Einsatz einer Cumarinverbindung (Pflanzenstoff), kombiniert mit den Wirkstoffen des Knoblauchs, könne man verhindern, dass sich die Krebszellen weiter vermehren. So ließen sich diese in einen „programmierten Selbstmord“ treiben, so Montenarh in seinem Vortrag. Gesunde Zellen blieben dabei nach derzeitigem Forschungsstand unbeschadet.

Diese erstaunliche Reaktion erklärte Montenarh damit, dass Krebszellen per se einen erhöhten Anteil an reaktiven, also gesundheitsschädlichen Sauerstoff-Molekülen enthalten. Entscheidend sei, dass durch die Zugabe von bestimmten Knoblauch-Inhaltsstoffen der Spiegel dieser Sauerstoffmoleküle so stark ansteige, dass „die Zelle damit nicht mehr umgehen kann und Selbstmord begeht“, erklärte der Chemiker. Allerdings seien die reinen Knoblauch-Verbindungen für eine Krebstherapie „sicherlich ungeeignet“, als Prophylaxe für die Krebsentstehung sogar „eher bedenklich“, so Montenarh

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