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Knöllchen zahlen per EC-Karte? Nicht im Saarland...

Saarbrücken. Der saarländische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Hugo Müller, hat das Verfahren der bargeldlosen Zahlung von Verwarnungsgeld oder Sicherheitsleitungen bei Verkehrskontrollen für „eine überlegenswerte und gute Geschichte“ bezeichnet. Müller sagte: „Der Gedanke sollte nicht gleich verworfen werden, sondern in den betreffenden Stellen sollte man sich damit beschäftigen.“
 
In Baden-Württemberg geht die Autobahnpolizei seit der vorvergangenen Woche mit 91 mobilen Kreditkarten-Terminals auf Kontrolle. Vor Ort können Verkehrssünder Verwarnungen bis 35 Euro und ausländische Fahrer Sicherheitsleistungen, die mitunter bis in die Tausende gehen, per EC- oder Kreditkarte zahlen. Das habe laut dem baden-württembergischem Landespolizeipräsident, Wolf Hammann, den Vorteil, dass „die Strafe auf dem Fuße folgt“. Bei fälligen Sicherheitsleistungen bliebe den Polizisten außerdem die Fahrt mit dem Verkehrssünder zum nächsten Bankautomaten erspart.

Die Kosten für die mobilen Terminals belaufen sich Angaben des dortigen Innenministeriums zufolge auf monatlich insgesamt 2500 Euro. In Nordrhein-Westfalen ist dieses Verfahren seit 2004 gängige Praxis. GdP-Landeschef Müller sagte, wenn wirtschaftliche Fragen, also etwa die Kosten, stimmten, könne man auch für die saarländische Verkehrspolizei ein solches Verfahren in Erwägung ziehen. Ein erster Vorstoß für mobile Kreditkarten-Terminals bei der Verkehrspolizei war im Saarland vor zwei Jahren gescheitert. „Der technische Aufwand und die Kosten waren sehr hoch. In Relation zu den Fallzahlen erwies sich das als nicht praktikabel“, sagt der Sprecher der saarländischen Polizei, Georg Himbert. Auch das benachbarte Rheinland-Pfalz sieht derzeit „keinen Bedarf“ dem baden-württembergischen Vorbild zu folgen. bie
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