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Kochkünstler wirbeln in der Flic-Flac-Küche

Saarbrücken. Im Showzelt der „Flic Flac“-Dinnershow sehen die Zuschauer, wie sich die Artisten nur mit der Kraft ihrer Hände in die Höhe katapultieren. Im fast genauso großen Gastronomie-Zelt nebenan sind dagegen Koch-Künstler am Werk – unbemerkt. Das achtköpfige Team von Alexander Kunz jongliert mit Tellern für die 300 Gäste pro Abend. Zwei Männer stemmen einen großen Topf mit Karotten-Ingwercreme-Suppe vom Herd auf einen Tisch. Während die Besucher die Show verfolgen, ist die Anspannung beim Gastro-Team groß: Die Vorspeisen-Variationen in Gläschen wie kanadischer Wildlachs und Poulardenspieß müssen jeden Moment servierfertig sein.

:: Auf einen Blick

„Dieser Gang macht die meiste Arbeit, weil er aus so vielen verschiedenen Komponenten besteht“, erklärt Küchenleiter Patrick Jenal. Serviceleiterin Katja Sippel geht mit den 15 Servicekräften derweil die Choreografie durch und legt fest, wer welchen Tisch bedient. 20.49 Uhr: Die Vorspeise wird serviert. „Hop, hop, hop“, feuert Kunz seine Service-Kräfte an und erklärt: „Die größte Herausforderung ist, dass alles zeitlich mit der Show harmoniert.“ Während für die Gäste der Abend gerade erst begonnen hat, ist das Küchenteam bereits viele Stunden im Einsatz: „Die Produktion fürs Tagesgeschäft beginnt bereits um zehn Uhr morgens“, sagt Jenal. Die Vorspeise muss vorbereitet und die Entenbrust angebraten werden. Um das Zelt zur Sternenküche zu verwandeln, war ein gewaltiger logistischer Aufwand erforderlich. Wasser-, Strom und Gas-Anschlüsse wurden verlegt, Herde, Öfen und Kühlschränke aufgebaut. Dennoch steht für Kunz fest: „In einem Zelt zu Kochen ist, als ob man Camping macht. Man muss viel improvisieren.“

Mal ist eine Leitung eingefroren, mal wird der Boden zur Rutschbahn. Einige Speisen wie der Rotkohl und die Semmelknödel werden im Restaurant in Bliesen vorbereitet und nach Saarbrücken gebracht. Für Alexander Kunz ist die Dinnershow ebenfalls mit viel Fahrerei verbunden. Schließlich sollen die Gäste im heimischen Betrieb nicht benachteiligt werden. Das Küchenteam hat sich dagegen für die sechs Wochen eine Wohnung in Saarbrücken gemietet: „Wenn es gut läuft, kommen wir um halb zwei nachts nach Hause“, berichtet der Küchenleiter Patrick Jenal. Trotz des langen Arbeitstages ist der Showtitel „Nur Spaß“ auch für die Koch-Artisten Programm. Kunz: „Wir lachen jeden Abend.“

Und beim Finale kurz vor Mitternacht stehen sie dann im Rampenlicht auf der Bühne. Mit Applaus bedanken sich die Gäste bei ihnen für das Menü. Marko Völke
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