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Köllertaler E-Autos bislang flop

Statt Sprit fließt Strom: Ein Elektroauto wird wie ein herkömmlicher Pkw betankt.

Statt Sprit fließt Strom: Ein Elektroauto wird wie ein herkömmlicher Pkw betankt.

Im Zuge des Projektes e-mobil Saar sorgte der Geschäftsführer der Gemeindewerke Heusweiler (GWH), Wolfgang Karges, dafür, dass auch Heusweiler eine Ladestation mit zwei Elektroautos erhielt. E-mobil Saar ist laut einer Broschüre des saarländischen Wirtschaftsministeriums ein Forschungsprojekt, das Car- Sharing-Elektrofahrzeuge an Mobilitätsknotenpunkten des saarländischen Verkehrsverbundes (saarVV) stationiert, um die Mobilität im Land flexibel und nachhaltig zu ergänzen.

Weitere Ladestationen geplant Vom Bund gefördert, wurde das Projekt vom Saar-Wirtschaftsministerium auf den Weg gebracht. Am 11. April dieses Jahres nahm Staatssekretär Jürgen Barke die Heusweiler Ladestation in Betrieb. Bis heute wollte jedoch noch niemand mit den Autos fahren. Die Köllertaler Regionalgruppe Mobilität meint: „Was ursprünglich gut gedacht war, zeigt sich nun als Flop.“ Und kritisiert das „komplizierte Verfahren“ zur Buchung der Fahrzeuge. Zudem sei deren Nutzung relativ teuer. Und die Fahrstrecke mit einer Batteriefüllung auf 120 Kilometer begrenzt. Karges meint zwar ebenfalls, dass die Anmietung leichter gemacht werden sollte, ist aber von dem Konzept an sich überzeugt. Daher suchte er nach Lösungen, um die beiden Heusweiler Autos ins Rollen zu bringen.

Er berichtet: „Die Gemeindewerke Heusweiler wollten zuerst die Fahrzeuge mieten und dann untervermieten, doch dies hat die Bahntochter DB Rent aus haftungsrechtlichen Gründen nicht genehmigt. Daraufhin haben wir uns zum so genannten ,Flinkster Business Carsharing’, so die Bezeichnung des Deutsche-Bahn- Angebots, für fünf Kundenkarten angemeldet. Drei davon sollen von unseren Mitarbeitern, inklusiver meiner Person, und zwei von der Heusweiler Verwaltung zu Dienstfahrten genutzt werden.“

Dieses Mobilitätskonzept sieht, verkürzt dargestellt, so aus: Bei Vertragsabschluss erhält der Kunde eine von ihm gewünschte Anzahl elektronischer Schlüssel (Kundenkarten). Damit können die Mitarbeiter das vorher gebuchte Fahrzeug öffnen. Karges will mit der Aktion andere saarländische Verwaltungen und Unternehmen animieren, ebenfalls die Elektroautos zu nutzen und somit dem e-mobil-Projekt zu mehr Akzeptanz verhelfen. Laut Guillem Tänzer vom Institut für Zukunfts-Energie- Systeme (IZES), läuft das e-mobil- Forschungsprojekt noch bis Ende Mai 2014. Noch in diesem Jahr sollen zu den zehn vorhandenen Ladestationen landesweit 23 weitere samt Fahrzeugen eingerichtet werden.
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