L365 Weiskirchen Richtung Nonnweiler Sitzerath Gefahr durch defektes Fahrzeug L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (08:29)

Priorität: Sehr dringend

17°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
17°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Köllertalstrecke: Kosten nur geringfügig höher

Die Köllertalstrecke der Saarbahn kostet nur 1,2 Prozent mehr als errechnet.

Die Köllertalstrecke der Saarbahn kostet nur 1,2 Prozent mehr als errechnet.

Etzenhofen/Lebach. Die Länge des Saarbahnabschnitts zwischen Etzenhofen/Walpershofen und dem Anschluss an das Schienennetz der Deutschen Bahn in Lebach, der so genannten Köllertalstrecke, beträgt zwölf Kilometer. Die beiden Planungsingenieure Daniel Bürtel (Stadtbahn Saar) und Frank Ehrhardt (Drees & Sommer, Stuttgart) errechneten im Jahr 2008 an reinen Baukosten für diesen Streckenteil 70,6 Millionen Euro netto.

Mehrkosten am Tunnel

Laut jüngster Budget-Ermittlung vom Dezember 2012 haben sich die Kosten trotz mehrerer nicht vorhergesehener Ereignisse, zum Beispiel die erforderliche zweite Ausschreibung der Arbeiten am Spitzeichtunnel, nur um 1,2 Prozent auf 71,4 Millionen erhöht, was im Vergleich mit vielen anderen Projekten dieser Größenordnung wenig ist. Das heißt: Eine Million Mehrkosten am Spitzeichtunnel, eine halbe Million am Eiweiler Viadukt und weitere Mehraufwendungen bei Teilneubauten an den Brücken schlagen bei den Gesamtkosten nicht so stark zu Buche wie ursprünglich erwartet. Bürtel erklärt dies unter anderem mit den günstigen Preisen für den Bau der Unterwerke und die Installation der Oberleitungen, die ein Teil der Mehrkosten wieder wett machten. Zu den Brücken erklärt der Saarbahn- Planer: „Wir kalkulierten die Sanierung der zehn Brücken anhand eines Gutachtens aus dem Jahr 2003. Dies enthielt aber etliche Fehler, so dass wir anstatt von Sanierungsmaßnahmen mehrere Teilneubauten errichten mussten. Zudem musste der Bahndamm an verschiedenen Stellen standsicher hergerichtet werden, was ebenfalls nicht einkalkuliert war.“ In der Gesamtabrechnung kommen zum Nettobetrag von 71,4 Millionen noch 9,9 Millionen für die Planung hinzu. Während der Bund zu den Baukosten 60 Prozent und das Land 30 Prozent dazugibt, zusammen also 64,2 Millionen Euro, müssen die Planungskosten von der Stadtbahn alleine getragen werden.

Unterm Strich bleiben für den Bauherrn nach den aktuellen Berechnungen noch 7,2 plus 9,9 Millionen Euro. Die Zuschüsse fließen aus dem Topf des Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungsgesetzes, aus dem alle Projekte des Öffentlichen Personennahverkehrs gefördert werden. Ingenieur Bürtel nennt als Beispiel die Nord-Süd- Stadtbahn in Köln, die eine Milliarde kosten soll. Im Vergleich zu diesem gigantischen Projekt kommt die Saarbahn eher bescheiden daher.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein