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Kokerei der Dillinger Hütte und von Saarstahl bald dicht?

Dillingen. Die Roheisengesellschaft Saar (Rogesa) hat die Mitarbeiter der Kokerei im lothringischen Carling auf eine Stillegung der Anlage zur Monatsmitte vorbereitet. Das sagte gestern die Sprecherin der Dillinger Hütte, Ute Engel. An der Rogesa sind die Dillinger Hütte sowie die Saarstahl AG zu je 50 Prozent beteiligt.

Die Rogesa hat seit mehreren Monaten einen Käufer für die Kokerei in Carling gesucht und sich dafür zuletzt eine Frist bis zum 31. August gesetzt. Zwar habe es bis zuletzt Gespräche gegeben, bei den Verhandlungen sei aber kein akzeptables Angebot herausgekommen, so Engel. Gestern hat nun die Rogesa die Mitarbeiter in einer Betriebsratssitzung über den Stand der Dinge informiert.

Die Kokerei soll geschlossen oder verkauft werden, weil der dort produzierte Koks wegen der stark eingebrochenen Stahlnachfrage nicht gebraucht und auf Halden getürmt wird. Im Gegensatz zu anderen Produktionen kann man eine Kokerei nach Aussage Engels nur in geringem Maße herunterfahren. Obwohl Carling auf Sparflamme produziere, würde täglich Koks für eine halbe Million Euro auf Halde gelegt – insgesamt gebe es einen Überschuss von 440.000 Tonnen. Die Rogesa habe nun noch einmal eine Frist bis zum 15. September gesetzt. Sollte bis dahin ein akzeptables Angebot vorliegen, könne die Anlage weiterlaufen, ansonsten müsse sie stillgelegt werden. Parallel verhandele die Rogesa aber bereits über einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter. Mehr als 260 der 400 Mitarbeiter in Carling könnten über die Sozialpläne der französischen Bergwerksgesellschaft „Charbonnages de France“ abgesichert werden. Für die übrigen müsse nun eine Lösung verhandelt werden, sagte Engel. jwo  
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