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Kollektives Kuscheln: Pur begeistert im Strandbad Losheim

Losheim. Er hält sie von hinten eng umschlungen. Sie schmiegt sich fest an ihn. Gemeinsam wippen sie im Takt und singen mit. „Irgendwo auf der Welt liegt ein bisschen Glück versteckt…“ tönt Pur-Sänger Hartmut Engler weit vorne auf der Bühne im Strandbad am Losheimer See. Es sind Paare wie dieses, die man überall in der Menge beim Pur-Open Air am Freitagabend entdeckt. Es wird innig geschmust, gekuschelt, geküsst. Wer mit der Frauengruppe anreiste, nimmt eben seine Nachbarin hin und wieder mal in den Arm.

Los geht es mit Titeln des neuesten Albums „Wünsche“. Doch was das Publikum wirklich hören will, dass sind die alten Hits wie „Wenn sie diesen Tango hört“ , „,Prinzessin“, „Funkelperlenaugen“, „Abenteuerland“ und auch „Lena“. Es sind mittlerweile Evergreens, denen sich interessanterweise selbst einige der schlimmsten Pur-Kritiker nicht entziehen können. Zu eingängig sind die Melodien, zu plakativ die Texte.

Natürlich trägt Texter und Sänger/Frontman Hartmut Engler manchmal zu dick auf. Mancher Text gerät ihm pathetisch statt poetisch, zum Beispiel „Winter 59“ über die Fehlgeburt von Englers Mutter. Vieles jedoch trifft den Nerv, wobei die Beziehungslieder besser ausfallen als die sozialkritischen Stücke. Pur macht solide Pop-Musik mit Texten, die unter die Haut gehen können, wenn man sie denn lässt. In Losheim jedenfalls feierte am Freitagabend nicht nur die Generation der Schnurrbartträger und derer mit den blonden Strähnchen im ergrauenden Haar. Auch viele Twens waren gekommen – und stimmten gegen Ende fröhlich in die Hymne aufs „Graue Haar“ mit ein, mit der der tausendstimmige Publikums-Chor die Band nochmals für Zugaben auf die Bühne holte.

Die bewies, dass sie nicht nur seichten Kuschel-Rock kann, sondern auch „Highway to Hell“ von AC/DC – bevor das Konzert nach über zwei Stunden mit einer typischen Pur-Ballade ausklang. Noch einmal Wunderkerzen, noch einmal kuscheln. Ach, war das schön, Schatz! esb

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