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Kombibad Homburg: Oberbürgermeister sieht keine größeren Probleme

Wie soll das Homburger Kombibad künftig aussehen, in dem die Wasserratten sich tummeln können? Das Hauptgebäude mit Außenbereich ist so geplant, wie auf dem Bild.

Wie soll das Homburger Kombibad künftig aussehen, in dem die Wasserratten sich tummeln können? Das Hauptgebäude mit Außenbereich ist so geplant, wie auf dem Bild.



Auch zwei Tage nach Bekanntwerden von möglichen Grundwasser-Problemen auf dem Gelände an der „Hinkelsbix“, wo das Kombibad geplant ist, ebbt die Diskussion nicht ab. Fachleute aus dem Bausektor hatten unsere Zeitung darauf hingewiesen, dass das Grundwasser im besagten Gebiet in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sei. Wegen des Grundwasseranstiegs müsse die Stadt sicherheitshalber unterhalb des Schwimmbeckens eine dicke Betonwanne einbauen, damit das Becken bei einem weiteren Anheben des Grundwasserspiegels nicht hochgedrückt werde, hieß es. Auch haben wir erfahren, dass der ursprünglichen Schwimmbad- Planung ein 30 Jahre altes Bodengutachten zu Grunde liegen soll. Es gibt anscheinend ein weiteres Gutachten, das die Stadt im Jahr 2011 in Auftrag gegeben hat. Welches der beiden Gutachten nun der endgültigen Planung zugrunde gelegt wird, ist bisher noch nicht klar.

Tatsache ist, dass das Grundwasser in Homburg nach Aussagen von Experten in den vergangenen 20 Jahren gestiegen ist, was man an mehreren prägnanten Stellen feststellen kann, zum Beispiel auch in der Tiefgarage unter dem Saarpfalz- Center, wo regelmäßig Wasser durchsickert. Das liege nicht nur, wie oft behauptet, am nahen Erbach, sondern ganz allgemein an einem erhöhten Grundwasserspiegel. Dieses Problem wurde wohl auch auf dem Gelände von Neubaugebieten in Bruchhof festgestellt und in die Planung eingearbeitet. Es sorgt nun dafür, dass möglicherweise auch unter dem Grund des geplanten Kombibades an der Hinkelsbix entsprechende Vorkehrungen gegen den Druck des Grundwassers getroffen werden müssen. Ein Baufachmann teilte unserer Zeitung mit, dies sei durch Füllmaterial in der Baugrube oder mit Hilfe einer Betonplatte, die das Grundwasser aus dem Bereich des Bades fern halten soll, möglich. Ob dafür zusätzliche Kosten anfallen und wie hoch diese sind, wird sich zeigen. Die Stadt sieht sich hier jedoch nicht in der Verantwortung. Die Homburger Linken haben für die heutige Stadtratssitzung zum Thema einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Auch die „Fraktion für Homburg“ und die Grünen drängen auf Aufklärung.

Oberbürgermeister Karlheinz Schöner sieht die Probleme an der „Hinkelsbix“ nicht. Das Gelände liege sogar höher als das Freibad-Gelände. Auch stimme es nicht, dass man sich bei der Planung auf ein 30 Jahre altes Gutachten bezogen habe. Es liege ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor. Alle Träger, wie Umweltministerium und Stadtwerke, seien gehört worden, „sie hatten keine Einwände“. Dennoch werde man das Hochwasser- und Grundwasserthema nicht vernachlässigen. „Wir sind daran gehalten, immer Einzelfall-Prüfungen vorzunehmen. Wir wissen, dass nahezu das ganze Stadtgebiet Wassereinzugsgebiet ist.“ Man verschließe die Augen nicht. Laut OB sei eine Sicherungsmaßnahme, die Betonwanne, schon immer Bestandteil des Bades gewesen, wasserundurchlässiger Beton für den Kellerbereich ebenfalls. „Daher entstehen keine zusätzlichen Kosten, da diese Planungen Bestandteil des Vertrages sind."

Schöner rechnet mit dem Baubeginn an der „Hinkelsbix“ für Anfang Juli, der genaue Termin sei aber nicht entscheidend, die Fertigstellung Ende 2014 sei wichtiger. Die Bürgerinitiative „Allianz der Vernunft“ forderte derweil gestern die Stadtverwaltung auf, die Planung für das Kombibad vorerst auf Eis zu legen und neu zu überdenken. Die finanziellen Risiken, die schon allein durch die bisher bekannten Baukosten bestünden, würden nun von zusätzlichen, in ihrer Dimension unüberschaubaren Problemen mit dem Baugrund des Standortes nahezu unkalkulierbar, so der Sprecher der Initiative, Georg Weisweiler. Die Verwaltung habe sich in die Sackgasse manövriert, „ist aber nicht in der Lage, eigene Fehler einzugestehen“. Es sei vernünftig, das Bauvorhaben erst einmal zu stoppen.

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