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Kommt Dillinger Hundertwasser-Park?

Das Modell für den Hundertwasser-Park. Ob und wann es realisiert wird, steht in den Sternen...

Das Modell für den Hundertwasser-Park. Ob und wann es realisiert wird, steht in den Sternen...

Dillingen. Es ist der letzte Entwurf eines Architekturkünstlers. Es heißt, noch auf der Schiffsfahrt, auf der Friedensreich Hundertwasser im Februar 2000 starb, habe er an den Skizzen für einen Park gearbeitet, für den die Stadt Dillingen seit 1999 die Rechte trägt. Indes: Die Pläne liegen noch immer in der Schublade. Denn wo es anderswo gelingt, die Projekte in die Tat umzusetzen, liegt die Sachlage in Dillingen ein wenig anders. „Fast überall bestehen die Hundertwasser-Projekte aus lediglich einem Gebäude“, erklärt Heinz-Peter Klein von der Dillinger Hundertwasser- Projektgesellschaft.

In Dillingen sind es gleich drei Hochbauten: eine kleine Wohnanlage, ein Informationszentrum mit Solaranlage sowie ein Hotel, alles eingebettet in einen Park. Und genau daran ist die Projektgesellschaft bisher gescheitert: Kein Investor für das Hotel kam bis heute zu einem wirtschaftlich tragfähigen Ergebnis, sprich: Ein Hotel war finanziell nicht darstellbar.

Doch die Verantwortlichen geben nicht auf. Seit 2005 versucht die Gesellschaft, private Investoren und Betreiber zu finden – bisher vergeblich. Daher wurde die Projektgesellschaft, die eigentlich auf vier Jahre angelegt war, im Jahresrhythmus verlängert. „Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, dass potenzielle Investoren relativ wenige Freiheiten haben. Der Stiftungsverwalter von Hundertwasser legt großen Wert darauf, dass die Bauwerke authentisch sind. Es gibt mit Heinz Springmann auch nur einen autorisierten Architekten, mit dem ein solches Projekt umzusetzen ist, mit der Stiftung muss zudem alles eng abgestimmt werden“, erklärt Klein. Auch eine europaweite Ausschreibung des Projektes 2008 brachte kein Ergebnis.

Mittlerweile kann die Gesellschaft einem Investor zumindest etwas mehr Individualität versprechen: Wegen der Modulbauweise ist die Größe des Hotels variabel. „Dinge wie die Außenfassade sind natürlich nicht verhandelbar, das muss hundertwasser- spezifisch sein. Aber Pläne und Grundstücke in den Saarauen sind vorhanden“, sagt Felix Emanuel, Baudezernent der Stadt. Derzeit verhandelt die Projektgesellschaft wieder mit einem Investor. Über die Chancen will Heinz-Peter Klein nichts sagen. „Wir waren bei vorigen Kandidaten schon mal euphorisch und dann klappte es doch nicht, es ging schon hin und her. Daher betrachten wir das mittlerweile eher nüchtern“, sagt Klein.

Die Möglichkeit, nur Teile des Parks zu realisieren, fällt indes weg: Im Vertrag ist klar geregelt, dass alle Objekte gleichzeitig und als Ganzes gebaut werden müssen. „Das Projekt macht auch nur mit einem Hotel Sinn, die ganze touristische Komponente hängt daran“, weiß Klein. Aber auch: „Die anderen Teile des Parks wären relativ leicht zu realisieren. Es hängt wirklich nur am Hotel.“ Eine hohe Hürde, doch die Verantwortlichen wollen sie letztlich doch überspringen. Auch wenn es noch länger dauert. Heinz-Peter Klein erklärt mit einem Satz, warum: „Dieses Projekt lohnt sich einfach, davon ist hier jeder überzeugt.“

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