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Kommt Energiepark auf Müllhalde Velsen?

Mit dem Saarbrücker Bezirksrat West will er für sich für eine Aufwertung des Standorts Velsen und gegen Kohleschlammtransporte engagieren.

Mit dem Saarbrücker Bezirksrat West will er für sich für eine Aufwertung des Standorts Velsen und gegen Kohleschlammtransporte engagieren.

Velsen. Claus Theres sieht eine neue Zeit kommen. Vom Kohlezeitalter ins Zeitalter der erneuerbaren Energie will er aufbrechen – in Velsen, dem letzten Winkel des Saarbrücker Stadtbezirks West, dessen Bürgermeister Theres ist. Die dort auf der Gemarkung des Stadtteils Klarenthal liegende Mülldeponie ist voll. Da liegen nun „16 Hektar in Süd-Süd-West-Lage“, sagt Theres. Und das ideal für „Solarzellen, etwas weiter oben Windräder“. Noch etwas mache die Deponie zum idealen Standort: „Es gibt da keine Wohnbebauung, man stört da niemanden“, erklärt der Bezirksbürgermeister. Die Halde Velsen sei gut geeignet für einen „Energiepark“. Zusammen mit dem Bezirksrat West wolle er daher für diese Idee werben und an ihrer Verwirklichung arbeiten. Konkretes gibt es zurzeit allerdings noch nicht.



Nicht nur die Mülldeponie mit Platz an der Sonne


Überhaupt: Velsen sei ein Standort, den zu „ertüchtigen“ sich lohne. Da seien ja nicht nur die Mülldeponie mit Platz an der Sonne, sondern auch der Besucherstollen, der Einblick in die Bergbaugeschichte gibt, und ein Veranstaltungsraum. Außerdem ist die Kaffeeküche offen und werde genutzt – unter anderem von den Fahrern der Müllfahrzeuge, die ihre Fracht in die benachbarte Müllverbrennungsanlage bringen. Da sei zeitweise richtig viel los. Velsen, zwischen Saarbrücken, Großrosseln und Völklingen gelegen, habe also Potenzial, sagt Theres.

Sehr kritisch sieht er dagegen die Pläne des französischen Energieunternehmens Snet, Kohleschlamm aus dem lothringischen Kleinrosseln über die Bahnverladestation Velsen zum Kraftwerk Carling zu bringen. Er sehe zwar Anzeichen dafür, dass es nie zu diesen Transporten komme; für den Fall, dass das Unternehmen aber an seinen Plänen festhalte, kündigte Theres erneut eine Klage des Bezirks West an.

Schlamm  mit Förderband zur Rosseltalbahnlinie

Theres befürchtet zusätzlichen Fernverkehr für Klarenthal, das wohl auf der (im Betriebsplan allerdings noch nicht festgelegten) Ausweichroute liegt. Auf der Strecke durch den Wald werde es vermehrt zu Unfällen kommen, wenn dort alle zehn Minuten ein Laster fahre. Die Unfallrate sei jetzt schon wegen des Wildwechsels recht hoch.

Theres sieht eine Alternative zu den Transporten: Der Schlamm könnte mit einem Förderband zur Rosseltalbahnlinie transportiert werden. Das sei zwar teurer als der Transport mit Lastern, aber „bei so einer Aktion darf es nicht auf ein paar zig-tausend Euro ankommen“, sagt Theres.

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