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Kommunikation statt Krawall

Nach Angaben von Saar-Innenminister Klaus Meiser.(53, CDU) gibt es im Saarland rund 225 B-Fans (gewaltbereite) und 75 C-Fans (gewaltsuchende). Meiser: „Das ist eine kleine Gruppe, die ungeheuer viel Probleme bereitet und ungeheuer viel Geld kostet.“

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Bisher. Aber nun soll alles anders werden. Denn Polizei, Vereine und Fans wollen gemeinsam für friedliche Fußball-Feste sorgen. Mit im Boot sind vor allem die größten Problemkinder: die Fans des 1..FC.Saarbrücken. Peter Becker, Chef der Saarbrücker Polizei: „Zwischen Polizei und Fans gab es bisher nur eine schlechte Kommunikation. Das wollen wir ändern.“ Deshalb haben sich Polizei, Verein und die drei neuen Fanbeauftragten des FCS in der vergangenen Woche erstmals getroffen.

Letztere sollen den Fan-Gruppen die Entscheidungen der Polizei erklären und den Beamten Rückmeldung geben, wie deren Einsätze bei den Fans ankommen. Wenn es trotzdem mal zu Randalen kommt, werden sie umgekehrt aber nicht zu Handlangern der Polizei. Fanbeauftragter Meiko Palm: „Wir arbeiten nicht als verdeckte Ermittler.“ Polizeichef Becker: „Das würden wir auch nicht versuchen, weil wir das Vertrauen zerstören würden.“

Es geht aber auch darum, das Image der FCS-Fans zu verbessern. Jörg Rodenbüsch vom Fanprojekt Innwurf: „In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es da irgendwo 25 liebe Fans, und der Rest sind alles Idioten. Aber in der Realität ist das eher andersherum.“

Ob es gelingen wird, die Gewaltbereiten im Zaum zu halten? Becker: „So weit wie jetzt waren wir noch nie. Aber das braucht Zeit. Wir werden nicht bereits Ende der Saison sagen können, im Saarland ist alles friedlich.“ Ziel sei es aber, dass sich die Polizei immer weiter zurückziehen könne – und die Fanszene sich selbst von Rabauken befreit. Caroline Biehl/Dörte Grabbert
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