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Konkursbetrug und Schwarzgeld-Konto: Unternehmer (52) muss drei Jahre in Haft

Saarbrücken/Neunkirchen. Mit einem Fall von Kriminalität im weißen Kragen ging es jetzt vor der Wirtschaftsstrafkammer des saarländischen Landgerichts. Der Angeklagte wurde zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der ehemalige Unternehmer (52) aus dem Landkreis Neunkirchen hat nach seinem Geständnis im Insolvenzverfahren ein Bankkonto in Luxemburg mit einem Guthaben von 618 539,80 Euro verheimlicht. Das Insolvenzverfahren über seine Firma wurde im Dezember 2008 eröffnet. Vergeblich versuchte er noch, das Geld abzuheben, bevor der Konkursverwalter die Hand darauf legt.

Sechs Tage vor Konkurseröffnung soll er ferner in Frankfurt am Main eine größere Einkaufstour unternommen haben. Mit einer Kreditkarte kaufte er an einem Tag Luxusgüter für über 40 000 Euro, darunter eine Uhr für mehr als 21 000 Euro. Zunächst war eine Verständigung im Strafprozess gescheitert. Doch dann rang sich der Angeklagte zu einem Geständnis durch. Ein Geschäftspartner wird gesondert verfolgt. Beide wollten in Frankreich ein Privatinsolvenzverfahren einleiten. Dort sind die Bedingungen günstiger und die Schuldbefreiung erfolgt schneller. Beim Strafmaß hielt das Gericht dem Angeklagten zu Gute, dass er bisher straffrei und erfolgreich durchs Leben ging. Bei der Rechtsform seiner Firma, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, war er schlecht beraten.

Das Konto des Angeklagten in Luxemburg ist zwar beschlagnahmt. Aber es ist internationales Recht zu beachten, das macht den Transfer mühselig und zeitraubend. Nachdem der Angeklagte zugestimmt hat, das Guthaben an den Konkursverwalter zu überweisen, kommen die Gläubiger jetzt schneller zu einem Teil ihres Geldes. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. jht

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