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Kostenlose Bücher, aber kein Essen

Nach den Ferien bekommen die 5600 Saarbrücker Grundschüler kostenlose Schulbücher. Ein kostenloses Essen kann die Stadt nicht finanzieren, hieß es gestern im Stadtrats-Schulausschuss.

Saarbrücken. Alle Parteien im Stadtrat sagen, dass es gut wäre, wenn die rund 5600 Schüler in den 27 Saarbrücker Grundschulen nicht nur etwas lernen, sondern mittags auch satt würden. Aber auch im Schuljahr 2009/2010 wird in den Schulen kein kostenloses Mittagessen ausgegeben - für die Kinder aus sozial schwachen Familien nicht, für alle Schüler schon gar nicht.

Je nachdem, ob man alle oder nur die sozial schwachen Kinder verköstigt, koste das die Stadt rund 1,5 bis 2,5 Millionen Euro, wiederholte Schul- und Kulturdezernent Erik Schrader gestern im Schulausschuss des Stadtrates. Die Grünen hatten dort das Thema Schulessen erneut auf die Tagesordnung gesetzt.

Zumindest den Kindern aus sozialschwachen Familien solle die Stadt das Angebot eines kostenlosen Mittagessens machen, forderte die Grünen-Stadtverordnete Karin Burkart. Die Kinder sollen das Mittagessen in der Nachmittagsbetreuung bekommen, auch wenn sie dort nicht angemeldet sind, schlägt sie vor. Nach dem Essen könnten die Kinder dann ja nach Hause gehen. Die Stadt solle das Essen bezahlen und auch auf den symbolischen Euro pro Essen verzichten, der bisher von den Kindern aus sozialschwachen Familien in der Nachmittagsbetreuung verlangt werde.

In diesem Punkt stimmte der FDP-Stadtverordnete Manfred Ziegler zu. Aber wegen der schlechten Finanzlage und der komplizierten Umsetzung des Stadtratswunsches nach kostenlosem Grundschülermittagessen entwickle sich das Ganze leider wohl zur "unendlichen Geschichte". Da helfe es auch nichts, das "Zauberwort Konjunkturprogramm" auszusprechen.  Das hatte die SPD-Stadtverordnete Ute Fugmann getan. Sie bat die Stadtverwaltung zu prüfen, ob mit Geld aus dem Programm des Bundes nicht auch das Saarbrücker Schulessen bezahlt werden kann - für alle Kinder, nicht nur die aus sozialschwachen Familien.

Das gehe wohl nicht, mit dem Geld aus Berlin könne allenfalls in Schulen gebaut, nicht aber Essen serviert werden, erklärte die CDU-Stadtverordnete Gabriele Herrmann. Die Landesregierung sei dabei, die Finanzierung von Schulessen mit einer Initiative im Bundesrat zu klären. Das Ergebnis dieser Initiative solle man abwarten, rät sie.

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