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Kracher und tote Hose im Wechsel

Campino ganz nah an den Fans: Mit den Toten Hosen sorgte er für einen sensationellen Konzerte-Auftakt am Bostalsee. Foto: B&K

Campino ganz nah an den Fans: Mit den Toten Hosen sorgte er für einen sensationellen Konzerte-Auftakt am Bostalsee. Foto: B&K

In einem Jahr der absolute Knaller, im nächsten Jahr Pause. Dieses Schema könnte sich am Bostalsee festigen. Denn die Open-Air-Reihe, die auf einem Vertrag zwischen dem Landkreis St. Wendel und Popp-Concerts basiert, startete 2013 mit einem absoluten Knaller. Die Toten Hosen hatten gerade ihren Hit „Tage wie diese“ veröffentlicht und lockten an zwei Tagen 50 000 Fans an den See. Am Tag zuvor waren es etwa 10 000 bei Xavier Naidoo . „Ein solches Open-Air-Wochenende hat es so noch nicht im Saarland gegeben, es war ein gigantischer Aufschlag“, schwärmt heute noch der Geschäftsführer von Popp-Concerts, Oliver Thomè. Mit diesen Konzerten habe der Bostalsee seine Feuertaufe als Veranstaltungsort bestanden.

Dennoch: 2014 gab es kein Open-Air. Um im folgenden Jahr wieder einen absoluten Kracher zu präsentieren: Star-Geiger David Garrett spielte vor etwa 7500 Gästen. „Und das bei einem bestuhlten Klassik-Konzert“, war auch 2015 der Veranstalter begeistert.

Und nun? 2016? Nach derzeitigem Stand wird es kein großes Sommer-Open-Air geben. Es habe einfach nicht gepasst, sagt Thomé. Zunächst einmal müsse ein geeigneter Künstler auf Tour sein. Dann stelle sich die Frage: Halle oder Open-Air?

Für den Bostalsee, der eine maximale Kapazität von 25 000 Besuchern habe, böten sich in der Regel „große deutsche Künstler“ an. Aber selbst da gebe es zum Teil noch weitere Vorgaben. Beispielsweise spielten einige Stars nur noch in Stadien. Andere treten nur in Mega-Städten auf. Thomè: „Im ländlichen Raum ist es schwierig.“ Hinzu komme der Zeitpunkt: Wie schon 2014, als Fußball-Weltmeisterschaft war, sei es auch 2016 wegen der EM schwierig, überhaupt an Künstler ranzukommen. Und dann haben die Musiker auch Vorlieben. So habe Thomè in diesem Jahr auch Pur den Bostalsee angeboten. Aber die Band habe auf Losheim bestanden, weil sie dort schon einmal gespielt haben und zufrieden waren.

Mit der Situation – alle zwei Jahre ein Kracher – kann Thomè leben. Genau wie Landrat Udo Recktenwald ( CDU ), der mit Popp-Concerts den Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen hat: „Wir müssen nicht mit Gewalt jedes Jahr ein Open-Air bieten.“ Die Qualität stehe im Vordergrund: „Wir setzen lieber aus als drittklassige Künstler an den See zu holen.“

Beide sind aber zuversichtlich, dass es 2017 wieder klappt mit einem großen Open-Air. Gespräche habe er bereits geführt, sagt der 38-jährige Thomè. Zumal ihm der Bostalsee als Veranstaltungsort besonders am Herzen liege. Der gebürtige Alsweiler, der am Arnold-Janssen-Gymnasium sein Abitur machte, sei als Junge oft am See gewesen. Und auch in seinem Büro in Trier ist diese „Herzensangelegenheit“ sichtbar. Dort hängt ein Foto in Plakat-Größe vom Konzert der Toten Hosen am See. Mit diesem Foto, das einen grandiosen Blick von oben auf das Festivalgelände biete, werbe er auch gerne für die Location. Ziel sei es, die Open-Airs in Bosen langfristig zu etablieren. Daher sagt er: „Wir bleiben am Ball.“ Das ist auch im Interesse des Landrates, der sagt: „Nach dem Open-Air 2017 werden wir entscheiden, ob und wie die Kooperation weiter geht.“
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