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Kramp-Karrenbauer denkt über neues Kreuz-Hängungs-Gesetz nach

Die Bischöfe Stephan Ackermann (l.) und Karl-Heinz Wiesemann trafen sich mit Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer.

Die Bischöfe Stephan Ackermann (l.) und Karl-Heinz Wiesemann trafen sich mit Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) hat die Anordnung des Präsidenten des Saarbrücker Amtsgerichts, alle Kreuze aus seinem Gericht entfernen zu lassen (die SZ berichtete), scharf kritisiert. Nach einem Treffen mit den Bischöfen der Bistümer Trier und Speyer gestern sagte sie, sie halte die Entscheidung für falsch. Zum ersten Mal seien die Kreuze „flächendeckend und ohne konkreten Anlass“ entfernt worden. Sollte das zum Trend werden, müsse die Landesregierung überlegen, die Rechtslage zu ändern. Bislang ist die Entscheidung den Gerichten überlassen. Kramp-Karrenbauer sagte, es sei denkbar, diese gesetzlich zu verpflichten, Säle mit und ohne Kreuz vorzuhalten, um sowohl den Menschen, denen das Kreuz etwas bedeutet, als auch jenen, die ein Problem damit haben, gerecht zu werden. Im Moment sehe sie die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung aber noch nicht.

Auch die Bischöfe Stephan Ackermann (Trier) und Karl-Heinz Wiesemann (Speyer) kritisierten den Schritt. Der zu Unrecht ans Kreuz geschlagene Jesus symbolisiere nicht nur den Glauben, sondern sei auch als Mahnung zu verstehen, Gerechtigkeit walten zu lassen, erklärte Wiesemann.

Bei dem jährlichen Treffen der Ministerpräsidentin mit den Bischöfen stand die Flüchtlingspolitik im Fokus. Die beiden Geistlichen lobten das Krisenmanagement der CDU /SPD-Landesregierung in der Flüchtlingskrise. Ackermann beklagte zudem aggressive und populistische Töne in der Flüchtlingsdebatte und mahnte zu Sachlichkeit: „Es gibt richtige und falsche Mittel, das Abendland zu verteidigen.“
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