L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Krankheitswelle stärker als in Vorjahren

Berlin/Saarbrücken. Die hohe Zahl an Grippeerkrankungen führt  zu Engpässen bei der Versorgung des Saarlandes mit Blut-Konserven, da immer weniger Menschen zu den Blutspende-Terminen kommen. Die Termine seien seit Mitte Januar jeden Tag schlechter besucht gewesen, beklagte Christoph Ernwein vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegenüber der SZ. Normalerweise habe das DRK 3000 Blutkonserven für das Saarland und Rheinland-Pfalz auf Lager, doch derzeit sei der Bestand auf unter 1000 gefallen. „Die Lage spitzt sich zu“, so Ernwein. In ein paar Wochen könnte ein Blutnotstand eintreten. Dann könnten laut Ernwein Krankenhäuser gezwungen sein, geplante, aber nicht lebensnotwendige Operationen auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Das Uniklinikum in Homburg mit seiner eigenen Blutbank konnte bisher Engpässe vermeiden, teilte Dr. Bernhard Stephan vom Institut für Transfusionsmedizin mit.

Im Saarland hat die Grippewelle im Februar erneut an Stärke gewonnen. „In den vergangenen beiden Wochen hatten wir nochmals eine Zunahme bei den Erkrankungen“, sagte Günther Dettweiler, Pressesprecher des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin der SZ. Bei 46 Prozent aller Grippeerkrankungen sei der erst seit 2009 bekannte Schweinegrippevirus AH1N1 festgestellt worden. Inzwischen seien die Impfstoffe aber auch gegen dieses Virus wirksam.  Die diesjährige Krankheitswelle sei wesentlich stärker als in den vergangenen beiden Jahren. Besonders betroffen waren bisher Kinder unter vier Jahren. Annette Reichmann, Sprecherin des saarländischen Gesundheitsministeriums teilte mit, dass in der Vorwoche bei zwölf Kindern und vier Erwachsenen Influenza-Viren festgestellt wurden.  Auch die Räumdienste sind von der Grippewelle betroffen: Der SWR meldete, in Trier seien so viele Mitarbeiter des Winterdienstes erkrankt, dass nicht mehr überall gestreut werden könne. Der Landesbetrieb für Straßenbau in Neunkirchen war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen – sein Pressesprecher ist erkrankt. adr
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