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Kreditkarten festhalten! Neueröffnung in Saarbrücken

Saarbrücken. Früher konnte man dort Fernseher, Kühlschränke und Staubsauger kaufen – doch ab morgen gibt es im ehemaligen Saturn-Gebäude in der Saarbrücker Bahnhofstraße nichts Elektronisches mehr. Preiswerte Designermode, Schuhe und Wohn-Accessoires stehen dann zum Verkauf. Dahinter steckt das britische Handelsunternehmen TK Maxx, das damit wirbt, seine Waren zu Preisen anzubieten, die bis zu 60 Prozent unter der Herstellerempfehlung liegen. 90 Prozent der Produkte stammten aus aktuellen Kollektionen, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Saarland feiert TK Maxx aber keine Premiere. Im Saarpark- Center in Neunkirchen ist das Unternehmen seit November 2009 vertreten. In Saarbrücken wird die Kette ihre Waren in Zukunft auf rund 3400 Quadratmetern und drei Etagen anbieten. Mit der neuen Filiale schafft das Unternehmen nach eigenen Angaben bis zu 55 Arbeitsplätze im Verkauf.

Und was ist das Besondere an TK Maxx? „Die Geheimformel ist das sogenannte Off-Price- Konzept (zu Deutsch: Unterbieter- Konzept), das im Wesentlichen darauf basiert, dass man Markenware zu günstigen Preisen anbietet. Also keine billigen Marken, sondern eben Marken billig“, erläutert Professor Joachim Zentes, Direktor des Instituts für Handel und Internationales Marketing an der Saar-Universität, das Konzept. Es ist seiner Ansicht nach so in Deutschland einzigartig. TK Maxx ähnele einem Factory- Outlet-Center, das ebenfalls Marken zu günstigen Preisen verkauft: „Doch der Unterschied besteht darin, dass TK Maxx ein Handelsunternehmen ist, das eine Vielzahl von Marken unter einem Dach anbietet, wohingegen in einem Factory-Outlet-Center die Hersteller selbst ihre Marken in eigenen Läden verkaufen“, sagt Zentes.

Auch bei der Warenbeschaffung gibt es dem Handelsexperten zufolge Parallelen: „Das Unternehmen kauft oftmals – wie auch die Outlet-Center – Ware zum Saisonende auf. Zudem kauft es der Industrie Postenware, also Überbestände, ab. Das Geschäft lebt von einem hohen Sortimentswechsel.“ Was konkret heißt: Die Waren wechseln ständig; hängt am Morgen noch ein bestimmtes Teil in Größe 38 an der Stange, ist es abends oft schon vergriffen. Und „weg ist dann auch wirklich weg, die Ware kann nicht nachbestellt werden“, sagt Zentes.

Einkaufen würden dort vor allem Frauen zwischen 25 und 50 Jahren: „Es handelt sich um eine Zielgruppe, die nicht nur modebewusst, sondern auch markenbewusst ist. Sogenannte Smart-Shopper, also clevere Einkäufer, die Top-Marken tragen wollen, diese aber billig erwerben“, beschreibt der Hochschulprofessor die Hauptkunden von TK Maxx. Somit stehe die Firma nicht in Konkurrenz mit dem irischen Unternehmen Primark, das im vergangenen Dezember eine Filiale im ehemaligen Sinn-Leffers-Gebäude eröffnet hat: „Primark verkauft Eigenmarken und ist ein preislich niedrig positioniertes Unternehmen.“

Es handele sich dabei um „zwei komplementäre Konzepte“, die nach Zentes’ Einschätzung Positives für Saarbrücken als Einkaufsstadt bewirken könnten: „Ich glaube, dass die Attraktivität dieser beiden Läden dazu führen wird, dass zusätzliche Kaufkraft nach Saarbrücken fließt, gerade aus dem benachbarten Frankreich.“

HINTERGRUND

TK Maxx gehört zu TJX Europe, einem selbstständigen Handelsbereich der amerikanischen Gruppe TJX Companies Inc. Die TJX-Gruppe erreichte 2011 einen Umsatz von 23,2 Milliarden US-Dollar. 1994 eröffnete die erste TK-Maxx-Filiale in Großbritannien. Europaweit gibt es rund 300 Geschäfte. In Deutschland ist die Kette seit Oktober 2007 mit mittlerweile 56 Filialen vertreten. Im Saarland besteht bereits seit 2009 ein Geschäft im Saarpark- Center in Neunkirchen. Die neue Filiale in Saarbrücken, Bahnhofstraße 65-67, eröffnet morgen um neun Uhr. Die regulären Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag, 9 bis 20 Uhr. bla

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