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Kriminalität: Diebstähle führen Statistik an

Nachrichten aus der Region Homburg.

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Bexbach. „Wenn wir uns mit den Zahlen der Kriminalitätsstatistik in Bexbach befassen, können wir alle entspannt sein.“ Christof Baltes, Chef der Polizeiinspektion Homburg, hatte gestern beim Sicherheitsgespräch mit Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis und dem zuständigen Beigeordneter Rainer Ruffing in der Tat grundsätzlich Positives und nichts Dramatisches zu berichten. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet die Einschätzung Baltes’ einen Rückgang der Deliktzahlen von 870 im Jahr 2010 auf 794 im Jahr 2011. Damit liegt Bexbach im Landestrend. Gleichwohl dürfe man von den Zahlen der zurückliegenden Jahr nicht auf aktuelle Entwicklungen im Jahr 2012 schließen.

Und, so Baltes, die Statistik erfasse nur das so genannte „Hellfeld“, also die Straftaten, die auch tatsächlich bei den Strafverfolgungsbehörden anzeigt worden seien. Im Zehn- Jahres-Vergleich betrachtet, ist das Jahr 2011 dasjenige mit der kleinsten Zahl an Straftaten „und kein Vergleich mit den Jahren 2006 und 2008“, so Baltes. Damals musste die Polizei jeweils über 1000 Straftaten in Bexbach verzeichnen. Schon die ersten Zahlen der aktuellen Statistik kommentierte Rainer Ruffing mit der Nachfrage, ob es mit Blick auf den Rückgang der Straftaten einen besonderen Schwerpunkt gebe. Und er stellte auch die Frage, ob der demographische Wandel und die höhere Zahl von älteren Menschen für einen Reduzierung der Deliktzahlen verantwortlich sein könne. Ersteres bezeichnete Baltes als „sehr schwierig zu beurteilen. Das würde in den Bereich der Spekulation führen“.

Es gebe allerdings, so der Homburger Polizeichef, durchaus Verlagerungen, etwa in Richtung von Internetkriminalität. Mit Blick auf den demographischen Wandel setzte Baltes die dadurch bedingt kleiner werdende Gruppe von potenziellen Straftätern im Kreise jüngerer Menschen in einen Kontext mit der steigenden Anzahl von Älteren, die traditionell eine klassische Opfergruppe darstellten. „Wir stellen hier fest, dass es zunehmend zu Betrugsdelikten und anderen Straftaten zum Nachteil älterer Menschen kommt.“

Aufgeschlüsselt auf die Bexbacher Stadtteile führt Bexbach- Mitte mit insgesamt 527 Straftaten erwartungsgemäß die stadtinterne Statistik an. Die sei, so Thomas Leis und Christof Baltes übereinstimmend, zurückzuführen auf die ausgeprägtere Infrastruktur der Bexbacher City mit großen Supermärkten, dem Cityfest und anderen Orten und Ereignissen, die traditionell zu einer Häufung von Delikten führen würden. Auf Platz zwei mit 108 Straftaten landet Oberbexbach, es folgen Frankenholz mit 49, Höchen mit 35, Kleinottweiler mit 33 und Niederbexbach mit 32 Delikten. In der Gesamtstatistik dominieren mit 268 Fällen die Diebstahlsdelikte, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten (143) und Sachbeschädigungen (125). Im landesweiten Vergleich konnte sich Bexbach von Platz 24 im Jahr 2010 auf Platz 26 im Jahr 2011 verbessern (je weiter hinten im Landesvergleich, desto besser) und markiert damit genau die Mitte der 52 saarländischen Kommunen. Im Vergleich der so genannten „Häufigkeitszahl“, einer statistischen Hochrechnung, liegt Bexbach mit 4335 sogar deutlich unter dem Landesschnitt von 6 807. Abschließend konnte Christof Baltes auch einen grundsätzlichen Rückgang bei den Verkehrsunfällen vermelden.

Dennoch: im Detail ist die Anzahl der Personenschäden gestiegen.

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