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Kriminalität in Völklingen angestiegen

Völklingen/Warndt. Bei der Polizeiinspektion (PI) Völklingen wurden im Jahr 2010 genau 4756 Straftaten aktenkundig. Die meisten ereigneten sich in der Innenstadt: nämlich 1660, das war ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Im Vergleich zu 2008 bedeutete dies aber einen Rückgang um etwa fünf Prozent. In Großrosseln sank die Kriminalität um 7,5 Prozent auf 453 Fälle. Ins Auge fallen zweistellige Steigerungsraten etwa in St. Nikolaus, Gersweiler und Luisenthal, ebenso wie starke Rückgänge in Lauterbach, Klarenthal und auf der Hermann-Röchling-Höhe. Hier ist die Zahl der Fälle aber insgesamt so gering, dass kleine Veränderungen große Prozentzahlen verursachen.

Meistens Diebstähle

Die meisten Straftaten waren 2010 Diebstähle (1057), gefolgt von Vermögensdelikten (732, viel Computerkriminalität), Sachbeschädigungen (622, deutliches Minus, da weniger Graffiti) und Körperverletzungen (610, plus 10 Prozent).

Aussagekräftiger ist die langfristige Betrachtung, bei der sich das Geschehen in allen Gemeinden etwa stabilisiert. Die so genannte Häufigkeitszahl setzt Bevölkerung und Straftaten in Beziehung und trifft eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden. Hier steht eine Großstadt wie Frankfurt mit ihren vielen Menschen und Tatgelegenheiten auf dem unrühmlichen Spitzenplatz (16000 Taten je 100?000 Bürger) und belegen nordsaarländische Dörfer wie Oberthal und Namborn im Saarland regelmäßig den erstrebenswerten letzten Platz. Völklingen rangiert, der Größe und Bedeutung etwa angemessen, auf Rang 5; hier lebt man also, rein saarländisch betrachtet, statistisch überdurchschnittlich gefährdet.

Großrosseln rangiert auf dem nicht so guten Platz 17 (etwa bei Sulzbach), was für eine Grenzgemeinde aber nicht unüblich ist, Kleinblittersdorf und Überherrn sind noch etwas unsicherer. In Großrosseln ist das Dasein immer noch sicherer als im Land insgesamt.

„Wir erreichen viel nur mit Worten“

PI-Leiter Werner Michaltzik und Susanne Hell vom Kriminaldienst versicherten bei der Vorstellung der Zahlen, dass es im Inspektionsbereich keinen öffentlichen Ort gebe, den man aus Furcht vor Krimininalität meiden müsse. Hier bewähre sich das Konzept der Polizei, von Mai bis Oktober etwa 60 Plätze anzufahren, an denen sich junge Leute treffen und wo es zu Straftaten und Beschwerden kommt. Das Einschreiten gilt als nachdrücklich, aber nicht schikanös – „wir erreichen viel nur mit Worten“, versicherte Michaltzik. Die Jugendkriminalität ist im Vorjahr erneut leicht zurückgegangen, aber immer weniger Jugendliche sind für immer mehr Taten verantwortlich.

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