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Kriminalitätsstatistik: Weniger Straftaten im Saarpfalz-Kreis

St. Ingbert/Bliestal. Die Zahlen, die es in einer Statistik ja reichlich gibt, sind immer nur die eine Seite der Medaille. Bei der frisch herausgegebenen Kriminalitätsstatistik für das vergangene Jahr künden diese aber von einer guten Sicherheitslage: Schon im dritten Jahr in Folge gab es einen Rückgang der Straftaten im gesamten Kreis: 7836 wurden registriert – und dies macht ihn saarlandweit zum zweitsichersten nach dem Landkreis St. Wendel. Errechnet wird so eine Rangfolge übrigens nach der Häufigkeitszahl: Straftaten mal 100 000 geteilt durch die Einwohnerzahl.

Doch das sind nicht alle guten Nachrichten, die Christof Baltes, Leiter der Polizeiinspektion Saarpfalz, die im vergangenen Jahr, also vor der großen Reform, noch als Polizeibezirksinspektion firmierte, in die Redaktion mitgebracht hat. In Homburg passiert allerdings kreisweit am häufigsten etwas (3438 Fälle). „Viel Kriminalität ist auch die Kehrseite einer guten Infrastruktur“, erläutert Baltes. Homburg als Pendlerstadt habe zum Beispiel viele Parkgelegenheiten, das seien eben auch mögliche Tatorte.

Saarlandweit liegt Homburg damit auf Platz sechs von 52 Städten und Gemeinden. Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist laut Statistik in Saarbrücken am höchsten. Auch in den anderen Gemeinden des Saarpfalz-Kreises ist die Kriminalität rein statistisch rückläufig. Am sichersten leben die Menschen im Bliestal. Das zeigt auch der landesweite Vergleich. Mit Blick auf die Zahl der Straftaten in den 52 saarländischen Städten und Gemeinden liegt Blieskastel auf Rang 44. Gersheim und Mandelbachtal liegen auf den Rängen 50 und 51. Nur in Oberthal ist es noch sicherer. St. Ingbert liegt trotz seiner Einwohnerzahl „nur“ auf Rang 13.

Beim Blick auf die Jugendkriminalität, darunter fallen Straftaten von Kindern ab acht Jahren, von Jugendlichen ab 14 bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Heranwachsenden ab 18 bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres, gab es kreisweit eine erfreuliche Entwicklung: ein Rückgang der Tatverdächtigen unter 21 Jahre in allen Altersgruppen um genau 80 auf 715. 2010 waren es noch 795. Ohnehin sei der verbreitete Eindruck, dass Jugendliche und Heranwachsende häufig kriminell seien, so nicht zu halten, unterstrich Baltes. Im Gegenteil: Der weitaus größere Teil der Altersgruppe verhalte sich gesetzeskonform. Gerade einmal 1,3 Prozent der Kinder, 4,7 Prozent der Jugendlichen und 6,2 Prozent der Heranwachsenden seien mit Blick auf den Kreis kriminell.

Trotz der sehr guten Sicherheitslage bedeute das nicht gleichzeitig, dass die Menschen auch das Gefühl haben, dass es sicher ist, erläuterte Baltes die andere Seite der Medaille. Die gefühlte Sicherheit habe sehr viel damit zu tun, was an Kriminalität von den Menschen persönlich erlebt wurde, Opfer-Erfahrungen wirkten sich natürlich aus.

Aufgeklärt wird seit Jahren rund die Hälfte der Straftaten. Kreisweit lag die Quote 2011 bei 51,8 Prozent, etwas niedriger als in den Vorjahren: 2010 waren es 52,2 Prozent, 2008 und 2009 um die 53 Prozent. Die hänge auch damit zusammen, welche Delikte es gebe, so Baltes. Bei manchen werde der Täter quasi mitgeliefert, etwa bei häuslicher Gewalt, bei anderen Straftaten sei die Quote generell niedrig: Dazu zählen Wohnungseinbrüche, von denen nur um die 15 Prozent aufgeklärt würden.
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