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Kriminalpolizei bestätigt: Vermeintlicher Giftbrief im Neunkircher Rathaus enthielt nur Mehl

Sieben Menschen kamen im Rathaus Neunkirchen mit einer unbekannten Substanz in Kontakt, die beim Öffnen einer Postsendung in der Botenmeisterei des Rathauses Neunkirchen ausgetreten ist. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst beim Großeinsatz.

Sieben Menschen kamen im Rathaus Neunkirchen mit einer unbekannten Substanz in Kontakt, die beim Öffnen einer Postsendung in der Botenmeisterei des Rathauses Neunkirchen ausgetreten ist. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst beim Großeinsatz.

Für Erstaunen hatte bei dem Einsatz im und rund um den Verwaltungssitz der hohe Personalaufwand der Rettungskräfte gesorgt. Feuerwehr-Sprecher Christopher Benkert erklärt dazu: „Wir müssen jede Alarmierung ernst nehmen und erst einmal vom schlimmsten Fall ausgehen.“ Die Feuerwehr arbeitet in diesem Fall nach einem Gefahrgutkonzept, das verschiedene Abstufungen kennt. In der niedrigsten Stufe eines ABC-Alarmes würde nur eine Führungsgruppe vor Ort kommen und dann über weitere Maßnahmen entscheiden. In allen anderen Fällen sei „schnell viel Personal vor Ort“, erläutert der Sprecher. Da Neunkirchen eine freiwillige Wehr habe, werde immer der ganze Löschbezirk alarmiert. Anders als bei der Berufsfeuerwehr mit sechs Männern und Frauen auf dem Wagen seien es hier neun. Der Gefahrstoffzug ist in viele Teileinheiten gegliedert, bei verschiedenen Kommunen stationiert. „So entwickelt sich eine Sternfahrt und es sind schnell sehr viele Menschen im Einsatz.“ Wenn die Gefahrenlage unbekannt sei, werde die höchste Sicherheitsstufe gewählt.

Die Kosten des Giftbrief-Einsatzes sind nur grob zu beziffern. Dennoch hat die Feuerwehr Neunkirchen eine Musterrechnung aufgemacht, welchen Betrag sie in Rechnung stellen würde, wenn ein Verursacher ermittelt wäre. Alleine die Neunkircher Wehr kommt dabei auf rund 7000 Euro. Der Gefahrstoffzug des Kreises, lässt sich hochrechnen, dürfte ähnlich zu Buche schlagen. Alleine der Trupp aus Illingen kommt auf 1585 Euro. Darüber hinaus waren Kräfte aus Schiffweiler, Eppelborn und Spiesen-Elversberg vor Ort.

Die Internetseite des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung beziffert Kosten für Rettungs- und Notarztwagen. Auch da dürften rund 3000 Euro angefallen sein. Polizei , Arbeitszeitausfälle und ähnliches kämen noch hinzu.
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