L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Kriminalpolizei ermittelt wegen gestohlener Abituraufgaben

Erst war es nur ein Gerücht, das unter den saarländischen Schülern die Runde machte, doch am Montagnachmittag war es traurige Gewissheit. Unbekannte hatten am Wochenende in den Saarbrücker Günter-Wöhe- Wirtschaftsschulen einen Tresor mit den Aufgaben des Zentralabiturs gestohlen (die SZ berichtete). Wer die Diebe sind, versucht jetzt die Saarbrücker Kripo herauszufinden. Nach deren ersten Erkenntnissen haben die Einbrecher nicht gezielt nach dem Tresor gesucht. „Es wurden auch die Informatiksäle aufgebrochen, was dafür spricht, dass sie es nicht nur auf den Tresor mit den Aufgaben abgesehen hatten“, sagte ein Kripo-Sprecher der SZ. Ob das den Verdacht, es könnten Schüler gewesen sein, entkräftet, sei bei derzeitigem Ermittlungsstand aber noch nicht zu sagen.

Die Abiturprüfungen in BWL und VWL, die am Montag trotz der gestohlenen Aufgaben geschrieben wurden, will das Bildungsministerium auf etwaige Unregelmäßigkeiten prüfen. „Wie genau das abläuft, wird derzeit noch geklärt. Wir wollen allerdings zuerst die Ermittlungen der Polizei abwarten, bevor wir jetzt halbgare Lösungen präsentieren“, erklärt Ministeriumssprecher Jürgen Renner. Für den Fall, dass die Prüfer Unregelmäßigkeiten feststellen, sieht die saarländische Schul- und Prüfungsordnung verschiedene Strafen vor, von der Wiederholung bis zum Ausschluss von allen weiteren Prüfungen. Sollte sich erst später herausstellen, dass ein Schüler geschummelt hat, kann das Abitur auch nachträglich aberkannt werden, allerdings nur bis zu drei Jahre nach der Zeugnisausgabe.

Landesschülersprecher Florian Weimann hofft unterdessen, dass die Prüfungen gewertet werden: „Es war zwar unserer Ansicht nach eine Fehlentscheidung sie zu schreiben, aber viele Schüler hoffen, dass sie nicht nachschreiben müssen.“ Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Aufgaben der Nachholtermine schwerer seien: „Die besten Aufgaben kommen bei den ersten Prüfungen. Das bedeutet, dass es bei den Nachholterminen eben nicht die besten Aufgaben sind.“ Überhaupt ist seiner Ansicht nach der Umgang mit dem Abitur zu verbessern: „Jedes Jahr ist irgendetwas. Als wäre diese Phase nicht schon anstrengend genug, kommt auch noch unnötiger Stress dazu.“ Er fordert, die Aufgaben erst später zu verschicken, um zu verhindern, dass sie zu lange in den Schulen lagern.

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