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Kriminalstatistik - Weniger Straftaten im Köllertal

Die Saarländer sind, statistisch betrachtet, sicherer vor Straftaten als die Bewohner der meisten anderen Länder Deutschlands, und innerhalb des Bundeslandes gehört das Köllertal zu den Gegenden mit der geringsten Kriminalitätsbelastung: In der soeben veröffentlichten Kriminalstatistik für das Jahr 2013 haben es Püttlingen und Riegelsberg sogar in die Riege der sichersten Gemeinden des Saarlandes geschafft und damit den negativen Eindruck des Vorjahres korrigiert. In der „Häufigkeitszahl“- Rangliste, die Straftaten auf Einwohner umlegt und die Wahrscheinlichkeit benennt, Opfer zu werden (siehe Info- Grafik), rangieren Püttlingen und Riegelsberg auf den hinteren, also besten Plätzen. Heusweiler landete immerhin noch im guten hinteren Mittelfeld.

2012 hatte es im Köllertal wegen mehrerer Serien von Eigentumskriminalität ein Plus von 20 Prozent bei den Deliktzahlen gegeben. Das war in der langfristigen Betrachtung ein Ausrutscher nach oben. 2013 sank die Zahl der erfassten Straftaten wieder von 2273 auf 1908. Das entspricht einem Minus von gut 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gar nicht gut war dagegen die Aufklärungsquote. Sie ging im Köllertal von 49,1 im Vorjahr um über sieben Prozentpunkte auf 41,7 Prozent zurück. Im Landesschnitt beträgt sie 52 Prozent.

Das Sicherheitsgefühl der Menschen wurde auch 2013 durch Einbrüche belastet. In Riegelsberg waren es 31 (im Vorjahr 28), in Heusweiler 29 (22 im Vorjahr), in Püttlingen 22 (18 im Vorjahr), im Köllertal insgesamt also 82 statt 68. „Jeder Einbruch ist einer zu viel“, kündigte Peter Schäfer, Vizechef der Polizeiinspektion Köllertal, weitere Bemühungen an, die Einbrüche in den Griff zu bekommen.

Einbrüche werden nicht nur von den örtlichen Dienststellen bearbeitet, sondern auch von einer eigenen Ermittlungsgruppe auf Landesebene. Die gute Nachricht: In den vergangenen Wochen gab es etliche Festnahmen. Es mag auch etwas beruhigen, dass in den Deliktzahlen auch Einbruchsversuche enthalten sind, also nicht nur die aus Tätersicht „erfolgreichen“ Einbrüche. Wie Schäfer sagte, seien im Köllertal etwa 50 Prozent der Einbruchsversuche nicht zu Ende geführt worden, sei es wegen technischer Sicherungen oder weil die Täter gestört wurden. Aufmerksamkeit und Nachbarschaftshilfe sind nach Einschätzung der Polizei die besten Waffen gegen Einbrüche. Wer ortsfremde Personen oder Autos an Häusern bemerke, der solle unverzüglich die Polizei anrufen, warb Schäfer für einen noch engeren „Schulterschluss von Polizei und Bevölkerung“.

Hinter den 1908 Kriminalitätsfällen im Jahr 2013 stecken überwiegend Diebstähle sowie Vermögens- und Fälschungsdelikte, wobei die Betrügereien beim Warenversand und im Internet ein noch relativ neues Phänomen sind. Gerade bei der Internet-Kriminalität handelt es sich um Straftaten, die oft nicht im Köllertal begangen aber hier angezeigt werden.

Danach folgen „Rohheitsdelikte“ gegen Personen. In Heusweiler waren es 102 (Vorjahr: 94), in Püttlingen 77 (2012: 103) und in Riegelsberg 67 (2012: 56). Mord und Totschlag waren glücklicherweise im Köllertal nicht dabei. Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden in Heusweiler fünf Mal (2012: neun mal), in Riegelsberg fünf Mal (Vorjahr: drei mal) und in Püttlingen wie im Jahr zuvor sieben mal angezeigt. Ansonsten gehören zu den „Rohheitsdelikten“ Körperverletzung, Raub (etwa Handtaschendiebstahl) und auch Freiheitsberaubung.
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