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Kriminell im Drogenrausch: Pfälzer (18) gestehen Straftaten

Südwestpfalz. Im Sommer 2009 sorgten zwei damals 18-Jährige aus dem Landkreis mit zahlreichen Straftaten für helle Aufregung. Unter Drogen- und Alkoholeinfluss stahlen sie Autos und brachen in Wohnungen ein. Nun erhielten sie vom Jugendschöffengericht Pirmasens die Strafe, die aber recht milde ausfiel. Als Gründe führte das Gericht vor allem das umfangreiche Geständnis und die Reue der heute 20-Jährigen an und dass seit den letzten Vorfällen 2009 nichts mehr passiert ist. Sie hätten sich um eine Veränderung ihres Lebens zumindest bemüht, wenn auch noch nicht alles passe.

Der Prozess konnte nach einem Tag abgeschlossen werden, obwohl geplant war, 40 Zeugen zu hören. Die auferlegte Betreuungsweisung sollten sie nicht als Schikane verstehen, es sei vielmehr eine Chance, mehr Halt und Hilfe im Leben zu erhalten, hieß es in der Urteilsbegründung. Der gelernte Straßenbauer hat mittlerweile Arbeit gefunden und verdient 1200 Euro im Monat - genau diesen Betrag muss er nun abstottern als Strafe für seine Taten. Seine Eltern haben die 7000 Euro, die er an Schaden angerichtet hat, an die Geschädigten bezahlt. Diese Schulden trägt er mit monatlich 250 Euro bei ihnen ab. Der berufs- und arbeitslose Kollege von einst muss 150 Arbeitsstunden leisten. Beide müssen durch Urinkontrollen vorweisen, dass sie tatsächlich ein drogenfreies Leben führen. Der Berufslose hat zudem einen dreitägigen Kurzzeitarrest zu verbüßen, um zu erfahren, was ihm blühen könnte, sollte er wieder straffällig werden.

Im Kern ging es bei der Verhandlung um den Diebstahl von vier Autos, die Ausgangspunkt für weitere Straftaten waren. Im Bereich Lemberg stahlen sie vom Grundstück eines Unternehmens drei Wagen, die im Zuge der Abwrackprämie abgegeben und dort vor der Verschrottung geparkt worden waren. An den Wagen brachten die Angeklagten gestohlene Nummernschilder an und unternahmen Spritztouren, ohne jedoch einen Führerschein zu besitzen. Der Berufslose verlor bei der Auffahrt am Ständenhof auf die B 10 die Kontrolle über das Auto. Stark beschädigt stellte er es auf dem Seitenstreifen ab und flüchtete zu Fuß. Sein Kollege lieferte sich in der Nacht auf den 23. August 2009 eine Verfolgungsjagd mit der Polizei in Richtung Lemberg und überschlug sich schließlich mit dem Wagen. In einem Fall fuhren die Angeklagten mangels Benzin gemeinsam an eine Tankstelle in Pirmasens, machten den alten Passat für 60 Euro voll und flüchteten. Dabei wurden sie aber gefilmt. Von einem meist unverschlossen im Hof eines Anwesens abgestellten VW Touareg erfuhren sie bei einem Saufgelage am Lemberger Weiher. So machten sie sich gleich auf den Weg, entdeckten, dass sogar der Schlüssel steckte, und fuhren damit los. Da sie nicht genug Sprit hatten, brachen sie mehrere Tankdeckel an Autos auf, die in der Kettrichhofstraße in Lemberg abgestellt waren. dir

 

 

 

 

 

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