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Krippen-Plätzen im Saarland begehrter als vermutet



Saarbrücken. Mindestens jede vierte Kommune im Saarland befürchtet, den zum 1. August 2013 bestehenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren nicht erfüllen zu können. Das geht aus einer Umfrage des Saarländischen Städte- und Gemeindetages (SSGT) hervor, die unserer Zeitung vorliegt. An der Befragung hatten sich 36 der 52 saarländischen Kommunen beteiligt. Von diesen gaben 13 Städte und Gemeinden an, davon auszugehen, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen höher sein wird als die Zielmarke von 35 Prozent. Diese war im Jahr 2007 auf einem nationalen Krippengipfel festgelegt worden. Die Kommunen erwarten dagegen einen massiven Ansturm auf die Betreuungsplätze für Kleinkinder. Einige rechnen mit einem Bedarf von mindestens 40 Prozent, teilweise wird geschätzt, dass sogar für 60 Prozent eines Jahrgangs Eltern Betreuung suchen. Zu den Städten, die Engpässe erwarten, zählen unter anderem Merzig und Saarbrücken.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund warnt schon seit Monaten vor einer Klagewelle von abgewiesenen Eltern. Auch SSGT-Präsident Hans-Heinrich Rödle ist angesichts der jüngsten Zahlen alarmiert und verlangt vom Bund, sich „stärker an den gesamtgesellschaftlichen Kosten des Krippenausbaus zu beteiligen“. Zugleich erneuerte er seine Forderung nach einem erneuten „Krippengipfel“ von Bund, Ländern und Kommunen. Dafür hat sich wiederholt auch der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) ausgesprochen, da Länder und Kommunen „nicht alleine gelassen“ werden dürften. Statt Geld für das „unsinnige Betreuungsgeld“ bereitzustellen, müssten zusätzliche Mittel in den Kita-Ausbau fließen.

Große Probleme gibt es der SSGT-Umfrage zufolge zudem bei der Suche nach geeignetem Betreuungspersonal. Schon heute haben nach der Umfrage 15 Kommunen Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Insgesamt befürchten 24 Städte und Gemeinden, dass sie dieses Problem in Zukunft haben werden, gerade auch mit Blick auf befristete Stellen.
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