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Krise adé: Saar-Tourismus boomt wieder

Die saarländische Tourismusbranche scheint die Wirtschafts- und Finanzkrise gut überstanden zu haben.

Die saarländische Tourismusbranche scheint die Wirtschafts- und Finanzkrise gut überstanden zu haben.

Saarbrücken. Die saarländische Tourismusbranche scheint die Wirtschafts- und Finanzkrise gut überstanden zu haben. „Wir können im Vergleich zum Jahr 2009 dieses Mal gute Zahlen melden“, sagt Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland (TZS). Demnach konnte im Zeitraum von Januar bis November 2010 die Zahl der Ankünfte um 6,3 sowie der Übernachtungen um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert werden.

 Hotels, Gasthöfen und Pensionen: 10,5 Prozent Zuwachs

Alleine bei den Hotels, Gasthöfen und Pensionen belief sich der Zuwachs auf 10,5 Prozent. „Damit sind wir bundesweit führend in diesem Bereich“, freut sich Grauvogel. Im Krisenjahr gab es noch einen Einbruch um 6,6 Prozent. Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten melden 3,9 Prozent mehr Übernachtungen, während in den Vorsorge- und Reha-Klinken die Zahlen um den gleichen Prozentsatz gesunken sind. „Die Zahlen sind um so höher zu bewerten, da wir 2010 keine hochkarätigen überregionalen Veranstaltungen wie beispielsweise den deutschen Wandertag oder ähnliches im Saarland hatten“, sagt Grauvogel.

 Nachholbedarf in der Servicequalität

Natürlich läuft aber längst nicht alles perfekt. Vor allem im Bereich der Servicequalität gebe es Nachholbedarf, auf den bereits das Sparkassen-Tourismusbarometer Saarland in seinem Jahresbericht 2010 hingewiesen hat. Dabei wurde vor allem die Beratungsqualität in den Tourist-Informationen und Freizeiteinrichtungen bemängelt. Auch Internet-Auftritte sowie der Umgang mit E-Mail-Anfragen sei noch nicht professionell genug. Das räumte auch Grauvogel ein: „Da haben wir in der Branche noch Verbesserungspotenzial. Wenn wir es durch das Marketing schaffen, dass die Leute ins Saarland kommen, dann muss hier auch alles stimmen.“

Dabei will die TZS mithelfen: „Wir wollen in diesem Bereich Schulungen und Workshops anbieten. Die erste ist derzeit in Vorbereitung“, sagt Grauvogel. Allerdings müssten die Anbieter letztlich selbst dafür sorgen, dass die Schwachstellen behoben werden. „Wir können nur Hilfestellung geben und hoffen, dass möglichst viele die Hilfe auch in Anspruch nehmen.“ In zwei, maximal drei Jahren soll die Kontrolle erfolgen. „Ich hoffe, dass wir uns dann erkennbar gesteigert haben.“

2011  Schwerpunkt im Bereich Kultur

Im Jahr 2011 soll der Schwerpunkt neben den bewährten Angeboten auf dem Bereich Kultur liegen. Dort steht das Festival Musikfestspiele Saar „Servus Austria“ mit Auftritten der Wiener Philharmoniker und der Spanischen Hofreitschule im Mittelpunkt. „Die Herausforderung besteht darin, die Angebote immer wieder neu zu inszenieren. Wenn die Qualität stimmt, werden wir erfolgreich sein“, sagt Grauvogel.

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